Sonntag, 28. September 2014

Mehrsprachigkeit in der Familie

Gestern habe ich an einem interessanten Workshop zum Thema Mehrsprachigkeit in der Familie teilgenommen. Grund dafür ist, dass wir unser Kind zwei- bzw. dreisprachig aufwachsen lassen wollen. Das klingt - vor allem mit den drei Sprachen - erstmal wahnsinnig, aber sollte nach folgender Information vielleicht verständlicher sein: Mein Freund kommt aus Südafrika und wird mit dem Kind auf seiner Muttersprache Setswana sprechen, während ich mit dem Kind auf Deutsch reden werde. Das Problem: Kagiso und ich können nur wenige Sätze auf der Sprache des anderen (leider!), weshalb es bei uns die dritte Sprache Englisch gibt - die also dann als Mama-Papa-untereinander-Sprache fungiert.

Meinem Freund ist es wichtig seine eigene Sprache zu sprechen, was ich sehr gut und wichtig finde. Auf seiner Sprache kann er sich besser ausdrücken, so wie ich es auch in Deutsch kann. Das mögen viele nicht verstehen, die meinen es wäre doch besser, wenn er mit dem Kind Englisch sprechen würde - handelt es sich dabei um die Weltsprache und nicht um eine kleine Sprache wie Setswana, welche man nur in Südafrika und Botswana spricht. Was dabei vergessen wird, ist, dass es für unser Kind ein einmaliges Angebot ist, eine Sprache zu lernen, welche es sonst wohl nicht lernen kann. Englisch wird es in der Schule - und ein bisschen wohl durch die Mama-Papa-Sprache - eh lernen. Für Setswana gibt es weder Sprachkurse hier noch wirklich ausreichend Bücher. Was ist mit den Verwandten in Südafrika, die nicht so gut Englisch sprechen? Soll unser Kind sich immer mit Händen und Füßen unterhalten oder wie ich dann auf eine Übersetzung durch meinen Freund hoffen? Außerdem habe ich ja auch Hoffnung, dass ich dadurch auch endlich mal die Sprache besser lerne :-).

Dennoch ist zwischen dem Wunsch, die Sprache mit dem Kind zu sprechen und der Umsetzung eine große Spanne. Es fängt schon damit an, dass es hier kaum Personen mit Setswana Kenntnissen gibt, so dass Kagiso im näheren Umfeld der einzige Sprecher sein wird. Das kann für ihn frustrierend werden und kann zur Inkonsequenz führen: Antwortet das Kind nie auf seiner Sprache, wird er vielleicht schneller zu dem dann bereits besseren Deutsch greifen. 
Glücklicherweise habe ich gestern einen sehr schönen Fall kennengelernt, der zeigt, dass ein "am Ball bleiben" zwar anstrengend sein kann, sich aber auszahlt: Im Workshop war ein deutsch-peruanisches Paar: Die Mutter spricht mit den Kindern Deutsch, der Vater mit den Kindern und seiner Frau Spanisch. Obwohl also Spanisch in der Familie häufiger verwendet wird und das ältere Kind sogar bei einer spanischsprechenden Tagesmutter untergebracht ist, hat es dem Vater immer auf Deutsch geantwortet. Vor ein paar Wochen waren sie dann in Peru. Das dreijährige Kind hat mit den Kindern vor Ort zunächst auf Deutsch geredet, obwohl diese ihn ja nicht verstanden. Aber nach nur drei!!! Tagen redete es mit den anderen Kindern FLIEßEND Spanisch. Seitdem klappt es auch zu Hause und so antwortet er dem Vater nur noch auf Spanisch. Es hat sich eben doch ausgezahlt, dass der Vater - obwohl er Deutsch kann - nie aufgegeben hat seine Sprache zu vermitteln.
Ich frage mich, inwiefern das bei uns klappen wird. Es wird sicherlich keine Setswana sprechende Tagesmutter hier geben und auch Bilderbücher und andere Medien sind in Setswana rar (dazu kommt noch, dass sich das Setswana in Südafrika und Botswana etwas unterscheidet). Spanisch hingegen ist weit verbreitet und so kann das Kind problemlos spanische Bücher vorgelesen bekommen, spanische Filme gucken etc.

Wichtig ist wohl, dass gerade der Elternteil mit der schwachen Sprache sehr viel Zeit mit dem Kind verbringt und seine Sprache vermittelt. Ich denke, dass es deshalb auch für eine Mutter - die allein durch Stillen usw. in der Regel mehr Zeit mit dem Kind verbringt - einfacher ist, auch wenn sie diejenige mit der schwachen Sprache ist. 
Uns wurde geraten, dass man bei so kleinen Sprachen wie Setswana vielleicht auch Handpuppen einbauen sollte, die dann eine andere Rolle einnehmen als der Vater und so mit dem Kind ebenso Setswana sprechen - so komisch das auch klingen mag. Ich bin gespannt, ob so etwas tatsächlich hilft.


Ich würde heute gerne von euch wissen, ob ihr durch eure Herkunft oder die des Partners eure Kinder auch mehrsprachig aufwachsen lässt? Welche Vor- und Nachteile seht ihr? Falls ihr nur z.B. Deutsch als Familiensprache habt, kennt ihr andere Paare mit mehreren Sprachen? Wie klappt es bei denen?
Habt ihr vielleicht Tipps für uns? Wie können wir dem Kind helfen richtig Setswana zu lernen? Was sollten wir bei unserem dreisprachigen Familienleben beachten?


Für mich würde Mehrsprachigkeit z.B. keinen Sinn machen, wenn beide Partner normal nur Deutsch reden und dann versuchen mit dem Kind Englisch zu sprechen, nur damit das Kind noch eine weitere Sprache lernt. Mein Englisch ist nicht ganz schlecht (wie gesagt, ich unterhalte mich ja mit Kagiso nur auf Englisch), dennoch mache ich Grammatikfehler oder kenne nicht alle Vokabeln - ich möchte nicht, dass mein Kind nur dieses falsche Englisch hört. Dazu mal dieser Link :D.


Viele Grüße

Donnerstag, 25. September 2014

Meine Shoppingausbeute

Schon vor der Schwangerschaft habe ich es geliebt in Kinderklamottenläden herumzulungern, um mir das perfekte Kinderoutfit zusammenzustellen. Ja, man träumte davon ein Baby zu stibitzen - nur um es einzukleiden und es bei der nächsten vollen Windel wieder abzugeben ;-). Ab und an konnte man zur Geburt oder zu einem Geburtstag etwas verschenken und freute sich, wenn der eigene Geschmack auch anderen gefiel.

Nun habe ich aber endlich einen Grund shoppen zu gehen und muss zugeben - ich muss mich etwas bremsen - gibt es doch zig süße Klamotten, die man uuuuunbedingt haben muss. Um Geld zu sparen, habe ich bisher fast ausschließlich gebraucht - z.B. auf Mamikreisel - gekauft. Das hat den Vorteil, dass wir uns auch das eine oder andere Biooberteil leisten können :-). Seit der Schwangerschaft achte ich nämlich sehr wohl auf dieses :-). Außerdem hat "gebraucht" ja den Vorteil, dass ggf. noch weniger Chemikalien vorhanden sind und es vor allem nachhaltiger ist. Dennoch werden wohl auch noch die einen oder anderen besonderen Oberteile, die ich gebraucht nicht finde, neu gekauft. Nicht dass ihr euch nachher wundert, wenn ich mal Neues zeige :-P.


Außerdem kam meine Bestellung über Kleine Fabriek (ich hatte hier vom Sale berichtet) auch vor ein paar Tagen an: Ein Lätzchen von Close für 6-18 Monate, ein Bio und Fair Trade Kuscheltier von Peppa und eine Stoffwindel von Close - denn ja, wir wollen versuchen mit Stoffwindeln zu wickeln. Darüber gibt's - sicherlich nach meiner Stoffwindelberatung ^^ im Oktober November - auch nochmal einen Artikel. Edit 11.11.2014: Yep, den Artikel gibt es jetzt hier zu finden.



Da mein Freund und ich uns nicht beim Kuscheltier entscheiden konnten, haben wir zunächst den Fuchs (meine Wahl) und das Eichhörnchen (Kagisos Wahl) bestellt. Letztenendes gefiel mir der Fuchs nicht und wurde wieder umgetauscht. Das Eichhörnchen fand ich eigentlich etwas dunkel - meine Mama hatte nun aber den Vorschlag gemacht einfach ein paar Klamotten zu nähen und so kann auch ich damit leben :D. 
Insgesamt hätte ich das Bio und Fair Trade Kuscheltier (aus diesem Grund wurde es ausgewählt) von Peppa etwas weicher erwartet. Andererseits wird es in Benutzung eh noch weicher (etwas "durchkneten" half auch schon hihi) und so ist es vielleicht auch einfacher einen Schnuller etc. zu befestigen.

Kauft ihr auch gebrauchte Sachen für euch oder eure Kinder? Gibt es Sachen, die ihr auf keinen Fall gebraucht kaufen würdet?

 
Liebe Grüße

Sonntag, 21. September 2014

Bunt und knallig für Mädchenmamas

Die Einrichtung eines Kinderzimmers hat es mir wohl angetan - denn heute gibt es einen weiteren Artikel mit ganz viel Dekoideen, die - zumindest mich - begeistern.
Die folgenden Artikel sind sehr in Pink und Co. gehalten und sind wohl eher was für die Mädchenmamas unter euch, die meisten Artikel hier gibt es allerdings auch in anderen schönen Farben.
Tolle Dekoakzente bietet z.B. das Filzkugel Mobile von Nanajuu (Es ist in verschiedenen Farben erhältlich und individualisierbar!). Dazu passen auch wunderbar ein paar Wabenbälle, die man im Zimmer aufhängen kann.



1) Filzkugel Mobile   //   2) diverse Wabenbälle über Baby Belly Party   //   3) Kuschel- und Krabbeldecke rosa Elefanten  über NähbärimNu //   4) Poster Mädchen mit Katze   //   5) Poster Be nice to the World über Die Schatzinsel   //   6) Pouf rundes Kissen Patchwork

Zur Info: Die Kuscheldecke mit den rosa Elefanten habe ich nur im Zweitshop von Nähbär gefunden. Oben - siehe Quelle - ist der Hauptshop verlinkt.


Wie gefallen euch die Produkte? Und zum Mobile - weil ich am überlegen bin, ob ich das kaufe: Lieber ein "normales" Mobile mit Figuren und Co. oder doch lieber ein modernes Ding wie das Mobile von Nanajuu?


Liebe Grüße

Freitag, 19. September 2014

Fliegen mit Baby und Kleinkind

Quelle: KidsAway
Aufgrund der Herkunft des werdenen Papas werden wir wohl in Zukunft öfter mit Kind fliegen - zumindest wenn Geld und Zeit das zulassen.
Ich habe mir jetzt schon darüber Gedanken gemacht, ob und wie ein Flug mit Baby oder Kleinkind möglich ist. Schließlich sollen die Verwandten in Südafrika den Nachwuchs auch kennenlernen. Was wohl allen klar ist: So ein Flug, vor allem, wenn ein Flug wie bei uns ca. 11h + Umsteigen dauert, kann anstrengend werden. Deswegen ist es ratsam sich vor einer Flugreise mit einem Baby oder Kleinkind richtig zu informieren.

Das Internet bietet natürlich eine Menge Informationen - wer es aber sehr genau möchte und alle hilfreichen Informationen und Tipps kompakt beisammen haben möchte, sollte sich den Ratgeber Fliegen mit Baby und Kleinkind. 190 Fragen und Antworten von Kidsaway besorgen.
Ich hatte das große Glück das Buch vor einer Weile zu gewinnen und habe es sofort durchgelesen - für mich selbst, aber auch um euch davon zu berichten. Ich kann es wirklich nur allen Eltern mit Flug-Reisewunsch empfehlen.

Mir ist nach dem Buch eines klar geworden: Wenn wir fliegen, dann nur mit eigenem Platz mit flugsicherem Autositz für das Kind - auch wenn es unter zwei Jahren ist! Die Gefahren und auch der schlechte Komfort für Mama, Papa und Kind waren mir vorher nicht bewusst. Das bedeutet für uns zwar, dass es wohl noch länger dauern wird, bis wir fliegen - da das Kind dann nicht kostenlos mitfliegen darf - aber die Sicherheit und auch das Wohlbefinden für Mama, Papa und Kind auf einem mehr als 11stündigem Flug sind mir da wichtiger. Was nützt ein günstigerer Urlaub, wenn das Kind sich verletzt, quengelt und auch Mama und Papa unausgeschlafen sind (Natürlich ist der Sitz keine Garantie dafür, dass alle schlafen können, das ist mir schon klar!). Wenn ihr euch dazu aber den Ratgeber durchlest, wird der eine oder andere Leser mir wohl zustimmen, dass ein eigener Platz für ein Baby oder Kleinkind mehr als hilfreich ist.
Übrigens wurde in dem Buch auch an die Schwangeren gedacht: In einem Extrakapitel bekommt man wertvolle Informationen darüber, wann Fliegen in der Schwangerschaft erlaubt ist und wann nicht.

Und hier ein kleiner Überblick über praktische Dinge für und vor den/m Flug mit Kind:


Quelle: Lässig, KidsAway, Kiddy, Anne-Claire Petit, Carlsen

1) Kinderrucksack Wildlife Giraffe für das Handgepäck des Babys/Kinds  //   2)  Für vor dem Flug: Ratgeber Fliegen mit Baby und Kleinkind   //   3) flugsicherer Autositz z.B. Kiddy Guardianfix Pro 2   //   4) Spielzeug für den Flug z.B. gehäkeltes Rassel Flugzeug   //   5) ein neues Buch über das Fliegen z.B. Connis erster Flug


Habt ihr vor mit Baby oder Kleinkind zu fliegen? Seid ihr vielleicht sogar schon geflogen? Hattet ihr einen extra Sitz für das Kind oder hattet ihr den Nachwuchs während des Flugs auf dem Schoss?


Liebe Grüße

Dienstag, 16. September 2014

Schwangerschaft festhalten - das etwas andere Erinnerungsbuch

Monatelang trägt man während der Schwangerschaft ein kleines Wunder mit sich. Monat für Monat verändert sich der Körper einer schwangeren Frau - zunehmend verändert sich ihr Leben und das des Partners. Momente, die man festhalten sollte - für sich, aber auch für das Kind später. Denn schneller als einem lieb ist, hat man den Großteil dieser Momente vergessen.

Heute möchte ich euch deswegen anregen eure Schwangerschaft (und natürlich auch die weiteren Jahre mit Kind!) festzuhalten - egal ob ihr aktuell schwanger seid oder im Nachhinein noch Erinnerungen nachtragen wollt. Denkt dran - in einigen Jahren werdet ihr euch nicht mehr so gut dran erinnern.
 
Als ich geboren wurde (1987) war es noch nicht üblich zig Ultraschallbilder zu bekommen und auch habe ich - bis auf die Aufzeichnungen im Mutterpass und den Erinnerungen im Kopf meiner Eltern - keinerlei Informationen über die Schwangerschaft mit mir oder meiner Geburt. Leider - denn ich hätte schon sehr gerne ein paar mehr Ultraschalls von mir gesehen, Informationen erhalten wie es meinen Eltern ging - wie der Bauch gewachsen ist etc. Vieles vergisst man einfach mit der Zeit - auch wenn man das am Anfang vielleicht noch nicht wahrhaben möchte. Wie gerne hätte ich jetzt ein Tagebuch, indem alle Gefühle etc. aufgeschrieben sind. Wie gerne hätte ich jetzt verglichen wie es meiner Mutter zur gleichen Zeit ging.

Heute ist es anders - drei Ultraschalls sind in der Schwangerschaft Pflicht - die meisten Ärzte machen diese jedoch weitaus häufiger. So auch meine Ärztin - die alle vier Wochen Ultraschall macht und mir jedes Mal mindestens ein Bild in die Hand drückt. Ich freue mich darüber sehr - vor allem, wenn man das kleine Wunder noch nicht spürt (mittlerweile tue ich das) und keine Beschwerden hat  - ja sich absolut unschwanger fühlt - ist dieses kleine Bild einfach unheimlich wichtig. Mittlerweile - heute in der 19. Woche angekommen - habe ich bereits neun Bilder :-). Ich kann also alleine mit den Ultraschalls schon ein eigenes Album füllen.

Auch ist es wesentlich einfacher für die werdenen Eltern geworden das Leben vor dem Kind festzuhalten - im Zeitalter der digitalen Fotografie können mal schnell Bauchfotos, Paarfotos, Einkaufsfotos von Dingen fürs Kind usw. dokumentarisch festgehalten werden. Ein Hoch auf das digitale Zeitalter!

Tja, nur das Schreiben...das müssen wir noch per Hand oder am PC - so wie früher. Auch wenn ich bisher noch wenig aufgeschrieben habe, versuche ich denn noch die einen oder anderen Details aufzuschreiben - wenn ich mir Sorgen mache, wie groß das Kind ungefähr ist - all die kleinen Informationen, die man während dieser zehn Monate erlebt. Manchmal weiß ich auch nicht, was ich aufschreiben soll - aber dann denke ich an mich - die sich so etwas gewünscht hätte. Vielleicht geht es meinem Kind später auch so - vielleicht möchte es auch alles über seine Schwangerschaft erfahren.

Natürlich kann man sich ein vorgefertigtes Album kaufen - es gibt mittlerweile wirklich schöne Alben mit tollen Fragen rund um die Schwangerschaft. Der Vorteil dieser Alben ist ganz klar, dass sie enorm viel Zeit sparen, da man die Fragen einfach nur ausfüllen muss und dass sie wichtige Informationen/Fragen bereits beinhalten - ohne sich vorher Gedanken darüber zu machen, ob man wichtige Dinge vergessen hat. So wird beispielsweise auch gefragt, wann Mama und Papa sich denn kennengelernt haben und und und...

Was mir jedoch fehlt, ist die Freiheit zu bestimmen wie viel Platz ich für bestimmte Dinge einplane. Das war für mich ein Grund mein eigenes Album anzufertigen - zumal ich hier auch das Layout ganz nach meinen Wünschen gestalten kann. Dazu fertige ich sogenannte digitale Scrapbooking Layouts am PC an. Mit kostenlosen Programmen wie Gimp und heruntergeladenen Scrapbooking Artikeln (z.B. hier) geht das ganz leicht. Nach der Schwangerschaft kann ich die Fotoseiten einfach bei einem Fotobuchhersteller hochladen und als Fotoalbum ausdrucken - schwupps ist mein Fototagebuch der Schwangerschaft fertig :-). Und wer möchte, kann es problemlos gleich zweimal - fürs Kind und für sich selbst - ausdrucken.

Wer nicht gerne am PC arbeitet, kann auch das "traditionelle" Scrapbook mit Schere, Kleber und Papier erstellen. Tolle Produkte dafür findet ihr z.B in der Scrapbook Werkstatt.

Jetzt stelle ich mir aber tatsächlich die Frage, ob ich neben Mama-Papa-Kennenlerngeschichte, Mama-Papa-Gefühle, Ultraschalls, Bauchfotos, Namenswahl und Shoppingausbeute etwas vergessen habe, was unbedingt noch ins Album muss und ich würde mich freuen, wenn ihr mir dabei mit euren Ideen helfen könntet.


Wer von euch hat ein Schwangerschaftserinnerungsalbum geführt oder führt es? Habt ihr ein gekauftes Album oder ebenfalls ein eigenes Erinnerungsalbum angefertigt?
Welche wichtigen Fragen/Informationen zum Ausfüllen tauchen in euren Alben - egal ob gekauft oder selbstgemacht - auf?


Liebe Grüße

Samstag, 13. September 2014

Eilmeldung - Shoppingtipps!

Liebe Leser - aufgepasst!

Ich war gerade auf Kleine Fabriek shoppen - denn dort gibt es bis morgen aufgrund neuer Produkte bis zu 20% Rabatt :-).

Ich habe den Shop neulich schon entdeckt und wollte schon zugreifen - nun konnte ich mich nicht mehr beherrschen ^^. Hätte am liebsten noch viel mehr gekauft, aber die Vernunft setzte glücklicherweise auch noch ein ;-).
Aber bitte beachtet die Lieferzeiten: Teilweise sind Lieferzeiten von 1-2 Wochen oder noch länger beinhaltet (man wird aber, wenn ihr das Produkt in den Warenkorb legt, auch nochmal drauf aufmerksam gemacht!).
Und auch ganz nett: Ab 50 Euro zahlt ihr keine Versandkosten.

Meine kleine, aber sicherlich feine Shoppingausbeute werde ich dann wohl auch bald hier zeigen - oder überhaupt ein paar Schätze, die ich bisher für den Nachwuchs besorgt/bekommen habe. Baby-Shopping macht einfach zu viel Spaß.

Liebe Grüße

Stillketten und Co. von Nihama

Ehrlich gesagt: Bis vor kurzem existierte der Begriff "Stillkette" noch nicht in meinem Vokabular. Bis ich auf den Shop Nihama gestoßen bin. Jana Ladizenska verkauft in ihrem DaWanda Shop Stillketten, Beißringe und Zahner - wunderschöne, handgefertigte Bio-Produkte in tollem Design. Und zur Info: Alle Spielzeuge werden nach der europäischen Spielzeugrichtlinie 2009/48 und der europäischen Spielzeugnorm DIN EN 71 hergstellt. Also alles tiptop in Ordnung für die Kleinen :-)

Bevor ihr euch aber weiter den Kopf kratzt, wozu denn so eine Stillkette gut sein soll, gibt es von mir eine kleine Aufklärung. Inwiefern sie aber tatsächlich helfen, kann ich nicht beurteilen, da ich zur Zeit weder Stillkette noch Baby (zumindest noch nicht außerhalb des Bauchs ^^) besitze, um dies zu testen.
Stillketten können nicht nur als modisches Accessoires verwendet werden, sondern sollen  den Kleinen in erster Linie während des Stillens Ablenkung schenken. Sie sollen also dazu dienen, dass der Nachwuchs während der Nahrungsgabe mit anderen Dingen beschäftigt ist als die Mutter zu kneifen, zwicken etc.

 
Quelle: Nihama

Ich jedenfalls finde die Idee auf jeden Fall klasse - frage mich aber, ob sie tatsächlich helfen und würde dazu gerne eure Meinungen hören.


Was haltet ihr von der Idee Stillkette? Habt ihr in eurer Stillzeit welche benutzt und haben sie als Ablenkung gut funktioniert? Oder haltet ihr sie für sinnlosen Schnickschnack?

Ein Produkt von Nihama habe ich übrigens schon hier gezeigt.

Liebe Grüße

Freitag, 12. September 2014

Die Sorgen einer Schwangeren oder: Warum wir als Patienten mitdenken müssen

Diejenigen, die bereits ein Kind haben oder aktuell wie ich (18. Woche) schwanger sind, kennen diese Sorgen sicherlich: Mindestens einmal in der Schwangerschaft ist es oder wird es wohl zu einem Moment kommen, in dem man sich große Sorgen ums Kind macht. Mal wird einem gesagt, dass das Kind einen schweren Herzfehler hat, mal, dass es nicht überlebensfähig ist (und dann später kerngesund!) und mal wird man falsch behandelt... Bei mir war das die letzten Wochen, Tage der Fall - auch ein Grund, warum es hier stiller wurde.

Vor einigen Jahren wurde bei mir eine Schilddrüsenerkrankung (Hashimoto Thyreoiditis) festgestellt. Die autoimmune Erkrankung ist eigentlich nicht schlimm, wenn man sie mit Tabletten behandelt. Ohne kann man durch die resultierende Schilddrüsenunterfunktion Symptome wie Konzentrationsschwächen, Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Depressionen, Gewichtszunahme, Eisenmangel etc. haben - bei jedem Erkrankten prägen sich diese Symptome unterschiedlich stark aus. Mir ging es seit ca. 2002 schlecht - aber immer nur wurden einzelne Symptome bekämpft. Es war eine zeitlang so schlimm, dass ich kaum Luft bekommen habe, sobald ich mich "angestrengt" habe. Ich habe damals Tränen in den Augen gehabt, als mir gesagt wurde, dass ich kein Asthma habe - weil ich weiter in Ungewissheit leben musste, warum ich so schwer Luft etc. bekommen habe. Damit ihr euch das vorstellen könnt: Mein Laufen im Sportunterricht sah so aus, dass neben mir jmd. schnell gehen konnte - und ich war danach völlig aus der Puste! Ich wurde dann mit Eisentabletten behandelt - leider sind schlechte Eisenwerte auch nur ein Symptom der Schilddrüsenerkrankung und die anderen Symptome blieben natürlich.
Erst 2010 wurde bei mir zufällig Hashimoto Thyreoiditis erkannt - bin mir aber ziemlich sicher, dass ich das seit ca. 2002 habe. Jeden Morgen darf ich seitdem L-Thyroxin einnehmen. 
Da es mir aber zu dem Zeitpunkt nicht sooo schlecht ging, habe ich das Ganze ehrlich gesagt nicht sehr ernst genommen. Es war nur mein Körper und mir mehr oder weniger egal - vielleicht auch, weil ich jahrelang Symptome hatte, mir nicht geholfen werden konnte und eh schon daran gewöhnt war.

Wie auch immer, ich musste Anfang des Jahres von vorne mit der kleinsten Dosis beginnen. Zum Zeitpunkt, als ich im Juni mein positives Schwangerschaftsergebnis in den Händen hielt, war mein TSH Wert etwas schlechter als er sollte. Dazu muss man sagen, dass es heißt, dass Frauen mit Schilddrüsenerkrankungen wohl schwieriger schwanger werden - bei mir war das nicht der Fall. Zumindest waren bisher schon zwei Ärzte darüber erstaunt, dass ich so schnell schwanger geworden bin.
Seit meiner Schwangerschaft nehme ich das Thema sehr sehr ernst - schließlich trage ich jetzt nicht nur Verantwortung für mich selbst, sondern auch für mein Kind. Ich habe nie eine Tablette vergessen (und ich vergaß zuvor gerne Tabletten) und machte mir große Sorgen und Vorwürfe, dass ich es vorher nicht ernst genommen habe - schließlich wollten wir ja ein Kind haben.
In den ersten Wochen bin ich öfter zu meinem Hausarzt gegangen, der meine Schilddrüse behandelt. Ich machte mir Sorgen um den TSH Wert und darüber wie oft ich kontrolliert werden müsse, da ich gehört hatte, dass man bei einer Schilddrüsenerkrankungen öfter kontrolliert werden müsse - da der TSH Wert in der Schwangerschaft steigt. Auch machte ich mir Sorgen, weil man mit einer Schilddrüsenerkrankungen kein Jod einnehmen sollte, dass aber ja für die Schwangerschaft immer gerne verschrieben wird. Sowohl Hausarzt als auch meine Frauenärztin beruhigten mich und meinten, es würde reichen alle drei Monate kontrolliert zu werden. Laut Hausarzt könne ich sogar bedenkenlos Jod einnehmen, wäre aber nicht nötig.
Dennoch ging ich nach einem Monat hin (hatte am Tag meines positiven Ergebnis die Dosis erhöht) und hatte einen guten Wert. Ich freute mich, machte mir aber weiter Gedanken. Ich sagte wieder, dass ich doch bald wieder kontrolliert werden müsse - nein, alle drei Monate würde reichen.
Nach ca. 1,5 Monaten ging es mir schlecht - da war ich ca. in der 15. Woche. Ich hatte vorher keine Beschwerden und war plötzlich müde und antriebslos. Ich vermutete sofort die Schilddrüse und ging zum Frauenarzt, da sie meinte, sie würde die Untersuchung das nächste Mal übernehmen. Ich erzählte ihr noch meine Sorgen, was sie aber mit anderen Veränderungen begründete. Eine Woche nach der Untersuchung rief ich an, weil ich nur für mich den Wert wissen wollte. Der TSH Wert ist auf 8,5 gestiegen - die freien Werte (auch nicht ganz unwichtig), waren glücklichweiser im Normalbereich. Aber...8,5 war VIEL zu hoch. Normal ist unter 4 - in der Schwangerschaft sollte der Wert unter 2 sein.... und ich wurde NICHT angerufen. Ich habe am Telefon fast geheult, bekam kein Wort raus - so geschockt war ich. Ich rief sofort meinen Hausarzt an, der mir sofort eine höhere Dosis verschrieb, mir aber sagte, dass ich keine Angst haben sollte. Dennoch - sie war da. Die Angst, um das ungeborene Kind. Es kann immer etwas passieren - aber einige Sachen, wie Entwicklungsstörungen durch die Schilddrüse, können verhindert werden! 
Ich ging nochmal zum Frauenarzt, um mit ihr zu reden und machte für den gleichen Tag einen Termin beim Endokrinologen (Facharzt für die Schilddrüse) aus - ich vertraute den Aussagen meines Hausarztes bzw. Frauenarztes bzgl. der Schilddrüse nicht mehr. Meine Frauenärztin war weiter der Meinung, dass alles in Ordnung sei - ich wäre ja sonst auch nicht schwanger geworden etc. (so hoch war der Wert da aber nicht und zwischendurch war er eben auch unter 2.... - das Optimum). Mal abgesehen davon, dass der Wert auch weiter steigt.... Hätte ich nicht angerufen, hätte ich den Wert beiläufig beim nächsten Termin - nächste Woche - erfahren. Bis dahin wäre der Wert weit über 10 gestiegen, was evtl. Schäden am Kind verursacht hätte... 
Der Endokrinologe war von den Werten alles andere als begeistert und verschrieb mir gleich noch eine höhere Dosis, die ich noch am selben Tag beginnen sollte! Ich soll nun alle vier-fünf Wochen zur Kontrolle kommen. Ich solle mir zwar keine Sorgen machen, dass bereits etwas passiert sei, aber er meinte, dass Werte ab 10 wirklich gefährlich fürs Kind sein können - mal abgesehen davon, dass sie auch für meinen Körper schlecht sind. Wie bereits oben geschrieben: Hätte ich nicht angerufen, wäre der Wert jetzt schon längst über 10... Außerdem sagte er, dass ich bloß kein Jod extra einnehmen solle - was ich glücklicherweise auch nicht getan habe.

Dann habe ich diese Woche noch erfahren, dass zu viel mg Folsäure einnehme - ansich ist die Dosis für Schwangere geeignet, aber man sollte sie, wenn man sie länger als 3 Monate nimmt (ich bin im 5. Monat), wohl zusammen mit Vitamin B12 und B16 einnehmen - da diese Tabletten B12 und B16 vermindern (was aber nicht auf dem Beipackszettel drauf steht...). Dass hat mir die Frau in der Apotheke leider nie gesagt... Auch hier solle ich mir erstmal keine Sorgen machen - aber das ist so einfach gesagt. 

Mir ist bewusst, dass ein normaler Hausarzt und eine Frauenärztin nicht alles über die Schilddrüse wissen müssen, wie es ein Endokrinologe tut. Es ist mir bewusst, dass Ärzte in erster Linie auch nur Menschen sind, die auch Fehler machen können. Dennoch machen mich solche Dinge wütend und vor allem führen sie zu unnötigem Stress - den man ja soooo gut in der Schwangerschaft gebrauchen kann...

Ich habe lange überlegt, ob ich darüber hier etwas schreibe - aber: Ich möchte mit diesem Blog ja nicht nur euch schöne Dinge zeigen. Viel mehr ist es mir wichtig euch anzuregen mitzudenken. Sprich - egal ob ihr eine Erkrankung der Schilddrüse habt oder nicht - lasst eure Schilddrüse vor allem in der Schwangerschaft kontrollieren! Sie gehört - auch wen das viele nicht wissen - zu den wichtigsten Organen des menschlichen Körpers! Aber noch immer wird dies bei vielen nicht kontrolliert. Sobald euch etwas komisch vorkommt, fragt nach und hört auf euer Bauchgefühl. Ich bin wirklich soooooo froh, dass ich die Schilddrüse untersucht habe, obwohl Hausarzt und Frauenärztin der Meinung waren, dass ich das nicht so oft kontrolliert haben muss.

Wie war das bei euch? Hattet ihr auch ein paar Sorgen in der Schwangerschaft, die euch unnötig Stress ausgesetzt haben?


Liebe Grüße




PS: Wir bekommen wahrscheinlich im Februar einen Jungen :-). Ganz festlegen - aber das sollte man ja nie - wollte sich meine Ärztin aber noch nicht, da es ja noch angeschwollen sein kann. Hätte ich ja nicht gedacht: Aber ich habe jetzt schon öfter gelesen, dass auch Mädchen oft als Junge gehalten werden - sogar noch bis zur Geburt! Dachte, dass es so rum den Fall eigentlich nicht (so oft) gibt :-)

Sonntag, 7. September 2014

Surfer Look im Kinderzimmer - oder: ein Bulli erobert das Kinderzimmer

Oh je, oh je, oh je - falle ich doch tatsächlich in alte Muster zurück. Da ist man mal eine Woche unterwegs und dann ne Woche krank (blöde Erkältung!) und schwupps vergisst man Blogeinträge - die vorher schon sorgfältig vorbereitet wurden - zu veröffentlichen. Schwupps schwinden die Seitenaufrufe und ich fühle mich erneut als müsse ich von vorne beginnen ;-). Also ganz schnell diese "Ich bin weg"-Zeit vergessen und weiter geht's.

Heute möchte ich euch wieder ein Kinderzimmer zeigen, welches mit liebevollen Details gestaltet wurde. Das Kinderzimmer von Mireilles Sohn lässt VW-Bulli Fans vor Neid erblassen. Ein ungewöhnliches Zimmermotto und dennoch genial. Überall im Zimmer taucht der Oldie auf und lässt mich sofort von einer Campingreise ans Meer träumen, wo sich die Surfer tümmeln und ihre Künste zeigen. Zumindest ist es das, was ich mit dem tollen Auto verbinde und was ich wohl machen würde, hätte ich solch ein Auto vorm Haus stehen.



Fotos: Mireille L.

Wie gefällt euch das Zimmer? Fallen euch noch andere ungewöhnliche Kinderzimmer-Themen - fern von Wald & Wiese, Safari, Dschungel, Prinzessin und Pirat - ein?


Liebe Grüße