Montag, 26. Dezember 2016

Pimp my Kinderküche

Nun ist Weihnachten 2016 also fast wieder vorbei.Wie wohl fast in jeder Familie haben die Kinder ordentlich abgesahnt. Auch der kleine König wurde reich beschenkt. Von uns ...pardon, vom Weihnachtsmann, ....gab es eine Kinderküche mit viel Zubehör. Ich hatte ihn bereits bei diversen Ikea Besuchen etc. mit solch einer spielen sehen - hätte aber nicht gedacht, dass er sich SO darüber freuen würde. Er fing sofort an zu kochen und als wir nach der Bescherung essen wollten, deckte er gleich den Tisch mit seinen Utensilien. Er war den ganzen Abend kaum von der Küche zu entfernen - Mamas Herz hat vor Freude getanzt :-). Das lag vielleicht auch daran, dass ich viel Arbeit, Zeit und Liebe in diese Küche gesteckt habe:


Denn eigentlich sah diese Küche so aus:

Diese haben wir in dieser Form für 59,90 Euro bei Lidl gekauft. Optisch ähnelt sie der berühmten Duktig Küche von Ikea sehr. Herd und Spüle sind nur vertauscht, die Mikrowelle ist mehr seitlich angebracht und die Griffe und der Hahn sehen etwas anders aus - dafür gibt es für den Herd und Ofen auch Drehknöpfe, welche bei der Ikea Küche nicht vorhanden sind. Ich gebe zu, dass die Griffe, der Hahn etc. alles etwas "billiger" rüberkommen, allerdings kostete uns die Küche auch 30 Euro weniger. Schade finde ich nur, dass - wie auch bei der Ikea Küche - der Herd seitlich aufgeht. Das wollte ich eigentlich noch ändern, habe ich leider aber nicht mehr geschafft und ist sicherlich auch nicht ganz so einfach.


Von Anfang an war mir klar - nachdem ich zahlreiche Ergebnisse online betrachtete - dass ich diese Küche noch umgestalten möchte und sie so zu einem ganz individuellen Produkt wird. Farbe sowie Folie sollten dabei zum Einsatz kommen.
Farblich habe ich mich für ein Pastellblau entschieden. Innen habe ich - dank einer anderen Mama, die die Küche ihrer Tochter Hellgrau-Rosa gestrichen hat - auch noch Grau bekommen, so dass ich diese Farbe für innen benutzen konnte.
Für außen habe ich das Permanent Spray in Pastellblau von Edding genommen. Hierbei handelt es sich um einen Acryllack, den man sprayen kann - was für eine gleichmäßige Oberfläche vorteilhaft ist. Obwohl ich mit der Farbe sowie Handhabe letztlich vollkommen zufrieden bin, kann ich diesen Acryllack aufgrund des Preises für solch große Flächen im Nachhinein nicht empfehlen: Ich brauchte letztlich 3 Flaschen bei einem Preis von je ca. 9 Euro! Die hintere Seite als auch die Innenseiten außer vom Regal sind nicht in dieser Farbe und ich  habe nur zwei Schichten aufgetragen (was aber ausreichend ist). Außerdem - für alle, denen das wichtig ist, ist dieser Acryllack nicht für Spielzeuge getestet wurden. D.h. zwar nicht, dass er nicht speichelfest etc. ist, sollte einem aber zumindest bewusst sein. Acryllack wird aber ansich sehr sehr hart. Ich habe mich dafür entschieden, weil der kleine König nicht der Typ ist, der alles ableckt und außerdem müssten dann ja alle Möbelstücke etc. spielzeugsicher getestet worden sein. Bei kleinen Greifringen kann ich es verstehen, aber meiner Meinung hier nicht notwendig. Wer trotz der hohen Kosten dennoch die Farbe verwendet: Unbedingt draußen sprayen und vorher das Holz abschleifen, da es sonst auch recht rauh wird (ich habs vergessen und habe es im Nachhinein etwas gemacht, damit das Holz wieder weicher wurde). Der Lack stinkt schon sehr, ist aber nach ca. 30min bereits trocken und stinkt dann natürlich nach ausreichender Belüftung nicht mehr. Innen sowie hinten haben wir aber einen Buntlack in Hellgrau von Obi verwendet, der sogar spielzeugsicher getestet wurde. Dieser ist sehr günstig (ca. 9 Euro) und konnte für zwei Küchen verwendet werden - evtl. reicht es sogar für drei Küchen, da noch etwas übrig ist. Die andere Mama hat, soweit ich richtig informiert bin, alles Grau gestrichen - nur die Schranktür sowie Ofentür sind Rosa. Allerdings muss dieser gestrichen werden und kann - zumindest habe ich es nicht hinbekommen - nicht immer eine streifenfreie Oberfläche garantieren. Das geht nun mal mit einem Spray sehr viel einfacher.





Als Arbeitsfläche habe ich eine grau-weiße Marmorfolie bestellt, die ich auf das Holz geklebt habe. Das ging super einfach und hat eine große Wirkung! Von der Folie haben wir noch sehr viel übrig - ich glaube sogar noch so viel, dass es für eine weitere Küche reicht. Ihr seht also - wenn ihr euch zu Zweit zusammen tut, könnt ihr ggf. sogar noch viel günstiger eine Kinderküche pimpen!



Nun werden wir also jeden Tag fleißig verwöhnt:


Insgesamt habe ich, etwas über 100 Euro ausgegeben, was aber wie gesagt vor allem an der Pastellblauen Farbe lag. Sicherlich findet man da eine sehr viel günstigere Variante - siehe der hellgraue Buntlack. Dennoch ich bin sehr zufrieden mit meinem Werk und freue mich, dass es so gut angekommen ist. 
Eigentlich wollte ich auch noch eine Rückwand anbringen - das habe ich aber zeitlich nicht mehr geschafft.

Natürlich sollte er auch gleich ein paar Sachen zum Kochen und Backen bekommen. Aufmerksame Leser wissen ja, dass ich schon seit einiger Zeit dabei bin Sachen aus Filz zu nähen. Wenn ihr auf das Label "Kinderküche" klickt, findet ihr alle Beiträge.

Was sagt ihr zu dieser Umgestaltung? Lohnt sich für euch arbeitstechnisch und preislich diese Umgestaltung? Habt ihr vielleicht auch bereits eine Küche umgestaltet oder komplett selbt gebaut? Und was haben eure Kleinen zu Weihnachten bekommen?


Liebe Grüße


Dienstag, 13. Dezember 2016

Persönliche Nachricht vom Weihnachtsmann

Weihnachtszeit - die wohl schönste Zeit im Jahr. Besonders als Kind ist sie mit den vielen Traditionen für viele magisch. Ich erinnere mich gerne an die Zeit, an der ich noch an den Weihnachtsmann geglaubt habe. 


Zu gerne wollte ich ihn jedes Jahr sehen und war immer ein wenig enttäuscht, wenn wir ihn wieder nicht antrafen. Meistens war es so, dass meine Eltern angaben draußen den Weihnachtsmann am Himmel gesehen zu haben. Daraufhin bin ich mit meinen Geschwistern nach oben ans Fenster gestürmt und habe vergeblich auf den Weihnachtsmann gewartet - bis uns ein heller Glockenton aus unseren Träumen wieder in die Realität zurückversetzte. Das Glöckchen, das bedeutete, dass der Weihnachtsmann bereits da war und viele, viele Geschenke vorbeibrachte. Der traurige Moment ihn dieses Jahr wieder nicht gesehen zu haben, war jedoch dank des Geschenkehaufens schnell vergessen. 
Von Jahr zu Jahr wurden wir älter und während zunächst Zweifel an der Identität des Weihnachtsmanns auftauchten, wurde die Existenz später ganz klar abgestritten. Damit war Weihnachten zwar nicht vorbei und noch immer wunderschön - aber der Zauber von Weihnachten war fortan weg. Der Glaube an einen Weihnachtsmann war für mich einfach immer das Schönste und Besondere am Weihnachtsfest.
Als dann der erste Nachwuchs seitens meiner Geschwister mitfeierte, konnte man endlich wieder den Zauber von Weihnachten spüren. Wie sich die Kinder auf den Weihnachtsmann gefreut haben - zu niedlich. Letztes Jahr wollten wir eigentlich dann sogar einen Weihnachtsmann kommen lassen, der den Kindern und uns mit einem großen Sack die Geschenke bringen sollte. Unsere einzige Forderung war, dass es niemand von unserer direkten Familie sein sollte. Zum einen sollte keiner "fehlen", zum anderen befürchteten wir, dass diese pfiffigen Kinder das Spiel sonst zu schnell durchschauen würden. Also wurde im Freundeskreis und der Nachbarschaft rumgefragt, doch die Begeisterung hielt sich in Grenzen und so verbrachten wir auch das letzte Weihnachtsfest wieder ohne sichtbaren Weihnachtsmann. So wird es wohl auch dieses Jahr sein.
Wer wie wir keinen Weihnachtsmannanwärter kennt, aber dennoch nicht drauf verzichten möchte, wird aber vielleicht ja auch hier fündig. Das Weihnachtsmannbüro vermittelt innerhalb Deutschlands zum Nikolaus und zu Weihnachten fleißige Nikoläuse und Weihnachtsmänner. Das Ganze kostet aber - auch schon allein wegen evtl. langem Fahrtweg - ein bisschen. Und: Ich denke mal, dass die Wahrscheinlichkeit jmd. im städtischen Bereich zu finden deutlich höher ist als auf dem Lande. Ihr müsst also auch ein bisschen Glück haben, ob überhaupt jmd. bei euch in der Nähe wohnt, der für euch den Weihnachtsmann spielt.
Wer nicht fündig wird und dennoch seinen Kindern eine persönliche Nachricht vom Weihnachtsmann übermitteln möchte, wird vielleicht auf Portabler Nordpol, kurz PNP, fündig. Die Website bietet Videogrüße vom Weihnachtsmann an, die personalisiert werden. Ich habe die Seite neulich auf einem Blog gefunden und finde die Idee ganz süß und habe die kostenlose Version einfach mal mit einem Gruß an den kleinen König ausprobiert. Inwiefern die Premium Version Sinn macht, kann ich leider nicht beurteilen - da ich, schon allein, weil der kleine König mit nichtmal zwei Jahren noch zu jung ist, es (noch) nicht für sinnvoll halte. Solltet ihr sie aber ausprobieren - lasst es mich unbedingt wissen!

Eine andere Möglichkeit, die sicherlich viele von euch kennen, ist es einen Brief an den Weihnachtsmann bzw. das Christkind zu schicken und ihm seine Wünsche mitzuteilen. Wer bis zum 3. Advent den Stift zückt, kann sich dann auf eine Antwort freuen. Letztes Jahr trafen laut Deutscher Post allein in Himmelpfort 302.000 Briefe ein! Wahnsinn oder?


Wie sieht es bei euch aus? Lasst ihr eure Kinder an einen Weihnachtsmann oder ein Christkind glauben? Kommen diese persönlich vorbei? Oder schreibt ihr ihnen einen Brief? Oder wollt ihr - siehe oben - sogar eine Video-Botschaft übermitteln?


Liebe Grüße

Sonntag, 11. Dezember 2016

Bestimmt wird alles gut - ein Buchtipp

Wenn ich aktuelle Nachrichten lese, dann verspüre ich zunehmend Angst. Angst davor was aus dieser Gesellschaft geworden ist und wird. Die letzten Wahlergebnisse, ob in Deutschland, Europa oder über den großen Teich hinaus sind erschreckend und auch wenn jeder das Recht besitzt frei wählen zu dürfen, kann und will ich viele Meinungen nicht verstehen.
Wenn ich manche Kommentare höre, muss ich schlucken. Ich schüttel dann den Kopf und begreife es nicht, was für Gedankengänge andere Menschen haben können. Es macht mir Angst, wenn ich darüber nachdenke, in was für einer Welt mein Sohn aufwächst. In der wie im Dritten Reich eine Minderheit zum Sündenbock der Nation wird. In einer Welt, wo unsere Wegwerfgesellschaft wegen ein paar wenigen Menschen, die sich in einer Notlage befinden, völlig ausflippt. Integration - gescheitert. Aber es gibt doch noch Hoffnung oder?



Vielleicht, wenn wir bei den Kleinsten im Lande - den Kindern - anfangen. Wenn wir ihnen auf kindgerechte Art und Weise erklären, warum es so viele Menschen gibt, die flüchten müssen und nun bei uns und neben uns wohnen. Kirsten Boie hat dieses Thema in ihrem Buch Bestimmt wird alles gut aufgegriffen und versucht sich auf kindgerechte Weise dem Thema zu nähern, indem sie den Leser mitnimmt eine syrische Familie auf der Flucht nach Deutschland zu begleiten. Trotz des traurigen Schicksals schafft es Boie einen Einblick für Kinder ab 6 Jahren zu ermöglichen, der ihnen zeigt, was es heißt seine Heimat unter schrecklichen Bedingungen zu verlassen und gibt sich hoffnungsvoll was die Zukunft bringt.

Der Clue: Das Buch ist sowohl auf deutscher als auch auf arabischer Sprache vorhanden - und das alles in einem Buch. Der Text ist auf Deutsch und gleich darunter findet man den gleichen Text auf Arabisch übersetzt. So können beispielsweise auch betroffene Kinder das Schicksal Gleichgesinnter lesen und sich damit identifizieren, was in der Traumatherapie sicherlich nicht verkehrt ist. Gleichzeitig bietet sich das Buch an in der Schulklasse zu lesen und zu besprechen und anhand z.B. des kleinen Arabisch Wörterbuchs am Ende des Buches gleich auch Neues aus der "fremden" Kultur zu lernen.

Ich habe das Buch vor einigen Monaten zufällig entdeckt und war vom Thema sowie von der Aufmachung sehr begeistert und so habe ich es gleich zwei Kindern zum Schulanfang geschenkt. Gerade in Zeiten, wo es fast normal ist auch ein sogenanntes "Flüchtlingskind" in der Schulklasse zu haben (Das hört sich so nach Zirkusattraktion an, was natürlich nicht mein Ziel ist!), finde ich es gut und wichtig die Klasse darauf vorzubereiten, um ggf. Vorurteile etc. präventiv einzudämmen.


Kennt ihr das Buch? Kennt ihr noch andere Bücher, die das Thema kindgerecht behandeln? Wie bringt ihr euren Kindern das aktuell sehr brisante Thema näher?


Liebe Grüße

Samstag, 10. Dezember 2016

Fenstergestaltung mit Kreidemarker

Weihnachten ist die Zeit der Dekoration - zumindest hier werden unzählige Dekorationsartikel jedes Jahr herausgekramt, die sich von Jahr zu Jahr vermehren. Ich liebe einfach die Weihnachtszeit und ihre Dekorationsvielfalt. Oft kaufe ich die Dekoartikel sogar nach Weihnachten, um Rabatte zu erhalten und um mich im kommenden Jahr daran zu erfreuen. Bisher belief sich die Dekoration jedoch darauf unsere Kommoden und Fensterbänke zu schmücken. Dieses Jahr kam mit einem Schwung Kissenhüllen von H&M Home auch endlich Weihnachtsstimmung auf dem Sofa an. Und: Ich hab zum ersten Mal unsere Fenster geschmückt - auf eine ganz einfache und kreative Weise: Mit Kreidemarkern. Wer mir auf Instagram folgt, durfte auch schon vor einigen Tagen meine ersten Versuche ansehen. Da wir riesige Fensterflächen haben, aber nicht überall den schönsten Ausblick, schreien sie förmlich danach verziert zu werden :D.


Entdeckt habe ich sie auf dem Blog meiner ehemaligen Scrapbook Werkstatt Designteamkollegin Heidi. Ich war total fasziniert und bin gleich losgezogen, um die tollen Marker zu besorgen, die es mittlerweile, so kam es mir vor, in jedem guten Schreibgeschäft gibt. Meine habe ich z.B. bei Karstadt gekauft. Es gibt sie in unterschiedlichen Stärken und es macht durchaus Sinn hier verschiedene Stärken zu kaufen. Auch die Farbwahl ist groß - ich persönlich präferiere jedoch ein schlichtes Weiß und habe mir deswegen keine farblichen Stifte gekauft. Vielleicht werde ich nächstes Jahr aber auch mal Rot und Grün zum Einsatz bringen.


Mit der Flüssigkreide auf Wasserbasis können - mit oder ohne Vorlage - wunderschöne Sachen auf Fenster, aber auch anderes Glas, Tafeln etc. gemalt werden. Das Tolle: Sie ist mit Wasser leicht wieder abwaschbar, so dass ihr, wenn ihr euch vermalt habt oder euch das Motiv nicht mehr gefällt, schnell wechseln könnt. Somit eignen sich Kreidemarker also auch wunderbar dafür gemeinsam mit den Kindern die Fenster zu verzieren. Von ganz nah (siehe zweites Bild) sieht es zwar nicht immer wunderschön aus (oder ich hab mich einfach doof angestellt) - das fällt aber von Weitem kein bisschen auf. Gerade wenn es dunkel wird (siehe erstes Foto) wirken die Motive total harmonisch. Das mag aber auch daran liegen, dass wir einen etwas "unruhigen" Ausblick tagsüber haben, der vom Bild ablenkt ;-).

Ich selbst habe meine Bilder Freihand gemalt. Ich hatte mir zunächst zwar selbst Motive auf Papier gemalt und hinter die Fensterscheibe geklebt (also von außen), kam aber damit nicht gut zurecht, da aufgrund der dicken Scheibe sich die Perspektive bei jeder Bewegung änderte und mich nur irritierte. Wer sich aber ohne Vorlage zu unsicher ist oder meint nicht künstlerisch begabt zu sein, dem kann ich dieses Vorlagenbuch, passend zu Weihnachten, empfehlen. Die Motive sind wirklich wunderschön, was ich bisher gesehen habe - und wer genauer hinsieht, merkt schnell, dass meine Motive daran anlehnen. 
In den nächsten Tagen werde ich unten noch Häuser hinzufügen - wollte aber euch schon mal einen ersten Einblick gewähren, um ggf. noch die eine oder andere von euch inspirieren zu können bevor die Weihnachtszeit auch schon wieder vorbei ist :-). 


Kennt ihr bereits Kreidemarker zur Fenstergestaltung oder habt sie bereits ausprobiert? Habt ihr andere Ideen wie man Fenster weihnachtlich schmücken kann? Welche Dekosachen dürfen sonst noch bei euch zu Weihnachten keinesfalls fehlen?


Liebe Grüße

Dienstag, 21. Juni 2016

Melonenpizza - die gesunde Pizza für zwischendurch

Die Torte aus Obst ist nach wie vor ein kleiner Publikummagnet auf meinem Blog. So kommen einige über die Google Bildersuche auf meinem Blog, nachdem sie das Foto gesehen haben. Das man aus Obst nicht nur Köstlichkeiten wie Torten gestalten kann, möchte ich euch heute zeigen. Denn im Nu könnt ihr aus einer Melone und anderen Leckereien eine Pizza gestalten - und die ist, im Gegenteil zum Original, richtig gesund :-).

Okay, den Geschmack einer Pizza (und manchmal muss es eben mal eine Pizza sein) wird diese Sorte von Pizza wohl nicht treffen, aber als kleiner Spaß zwischendurch wird sie sicherlich das eine oder andere Kinderstrahlen hervorzaubern.


Was ihr braucht?
- eine Scheibe einer großen Wassermelone und die in z.B. acht Stücke schneiden
- mit Obst etc. belegen
z.B.:
- Erdbeeren als Salamiwurst
- Bananen als Mozarella-Käsescheiben
- Honigmelonenstreifen als Peperoni
- Kokoschips als Streukäse oben drauf

Vor allem mit den Kokoschips (gibt es z.B. bei Rossmann) ist dieser Genuss einfach himmlisch. Probiert es einfach mal aus.

Entschuldigt übrigens, dass ich - wie eigentlich geplant - aktuell die Gewinnspielliste nicht aktualisiere. Ich werde mich heute Abend dransetzen - ich habe momentan recht viel zu tun, da ich am Donnerstag meine Kunstmappe sowie mein Kunstabschlussprojekt abgeben bzw. aufbauen muss.
 

Was zaubert ihr denn so für eure Kinder? Gestaltet ihr z.B. manchmal auch das Essen in Form von Motiven? Oder wird bei euch nicht mit Essen "gespielt"?


Liebe Grüße



Samstag, 4. Juni 2016

Gesundes, kalorienarmes Fruchteis zum selber machen

Ich gestehe: Ich gehöre zu den Menschen, denen man zu jeder Tages- und Jahreszeit ein Eis anbieten kann und die einfach zu selten "Nein, danke!" sagen können. Zu lecker ist diese Speise und ich könnte sie wirklich ständig verdrücken, würde meine Freundin Wilma Waage nicht dauernd danach so mit mir schimpfen ;-). Ich erinnere mich daran, dass auf Familienfeiern früher sämtlich übrig gebliebene Eisportionen der anderen Tische noch zu meinem kleinen Bruder und mir gebracht wurden, weil wir einfach nicht widerstehen konnten - und ihr hättet unsere leuchtenden Augen sehen sollen ;-).
Gerade jetzt - auch wenn Wilma Waage meckert - ist die Versuchung besonders groß. Denn Eis ist ja nicht nur lecker, sondern auch eine richtig schöne Abkühlung bei den Temperaturen. Aber ihr wisst ja... Wilma Waage hebt dann streng den Zeigefinger und... irgendwie hat sie ja recht. Jeden Tag - das muss nicht sein. Und der kleine König soll natürlich auch nicht schon so jung so viel Eis essen (er darf mal an unserem "richtigen" Eis schlecken, aber das soll noch eine Ausnahme sein). 

Wie auch immer: Ich habe mir heute früh mein Alternativ-Eis gemacht. Das geht fix (gut, ihr müsst es noch ein paar Stunden im Gefrierschrank lassen) und ist vor allem richtig gesund und kalorienarm - das freut mich und auch Wilma Waage tanzt vor Freude im Kreis.

Was ihr dazu braucht? Kokoswasser (ich habe es als Tetra Pak bei Budni gekauft - nicht zu Verwechseln mit der Kokosmilch), Obst, einen Schuss Limettensaft und diese Selbstmach-Eisdinger. Auf dem Bild habe ich Blaubeeren (Sorry, aber Blaubeeren klingen doch viiiiel besser als Heidelbeeren) sowie eine gelbe Kiwi verwendet. Genaue Mengenangaben kann ich euch keine geben, denn ich hab ganz nach Schnauze alles zusammengekippt ;-). Das Ganze dann für ein paar Stunden in den Gefrierschrank und fertig ist eure kleine Erfrischung, die selbst für die Kleinen geeignet ist. Schmeckt natürlich ganz anders als das Milcheis von der Eisdiele oder dem nächsten Supermarkt, aber meiner Meinung sehr erfrischend.

Kokoswasser liefert im Gegensatz zu stillem Wasser noch etwas mehr Geschmack, ist aber - im Vergleich zu anderen Durstlöschern - wirklich sehr kalorienarm und dazu noch richtig gesund. Die Kokosnuss hat es uns hier allgemein sehr angetan, so nutzen wir schon seit längerem auch ganz viel Kokosöl bei der Pflege des kleinen Königs oder auch für mich selbst. Ein echt natürlicher Allrounder :-). 
Wer das Eis nicht mit Kokoswasser mag, kann natürlich auch Alternativen suchen. Ich schlecke auch gerne mal ein Milch-Banane-Eis. Das ist vielleicht nicht ganz so kalorienarm wie das Kokoswasser-Eis, aber definitiv besser als ein "richtiges" Eis und ....so streng ist Wilma Waage dann doch nicht ;-).Und der kleine König liebt es ebenso und isst es mit lauten Schmatzern auf :D.

Und wer noch stillt, sollte mal Muttermilch pur oder mit Obst püriert, einfrieren. Das eignet sich auch super als Eis für die Kleinen :-).

Übrigens: Ein paar Sekunden bevor ich das Foto oben gemacht habe, sah das Bild noch so aus ;-). Ja ja, wir haben hier ein Blaubeer-liebendes Kind :D. 

Der Holzhintergrund, nur mal so, ist übrigens kein Tisch etc., sondern ein Plastik-Tischset in Holzoptik. Eigentlich super hässlich, aber ich habe es mir vor Kurzem bei Nanu Nana für 95 Cent gekauft, um es eben - wie hier - als Fotohintergrund zu nutzen :-). Leider finde ich es nicht online, sollte aber noch bei den Grill-Barbeque-Sachen in einer Filiale zu finden sein.


Was sind denn eure Geheimtipps für diese Temperaturen? Nennt mir doch mal eure Erfrischungstipps!


Liebe Grüße

Freitag, 3. Juni 2016

Pimp my Kinderzimmer - Aufbewahrungskörbe und - kisten

O-M-G! Es ist wirklich Juni. Und Juni bedeutet, dass unser Umzug immer näher rückt und ich mir langsam noch mehr Gedanken machen muss, wie wir das Zimmer des kleinen Königs gestalten etc. Nachdem ich euch hier schon meine Lieblingsposter gezeigt habe und euch hier schöne Wandregale für das Kinderzimmer vorgestellt habe, möchte ich fortfahren und euch meine aktuellen Lieblingsaufbewahrungskörbe bzw. -kisten zeigen. Denn was jedes Kinderzimmer wohl bitter braucht, ist Stauraum für die Mengen an Spielzeugsachen, die sich mit der Zeit antürmen. 
Zur Zeit haben wir noch diese Kisten von Ikea (aber die türkisfarbenen Kisten scheint es nicht mehr zu geben?), die wir in einem Expedit (jetzt Kallax) Regal von Ikea untergebracht haben. Ansich praktisch, aber irgendwie auch recht langweilig. Außerdem sind diese Pappkisten mittlerweile sowas von verknickt, weil der kleine König sich mit Vorliebe hineinsetzt ;-) - also vorne rüber"rollt", versteht sich.
Wer aber dennoch nicht auf passende Kisten für ein Expedit / Kallax oder ähnliches Regal verzichten möchte, der sollte sich mal die quadratischen Kisten von 3Sprouts (Nr. 2 auf der Collage) ansehen. Mir persönlich gefallen zwar die Motive auf den runden Körben (nicht im Bild, z.B. hier) besser, aber na gut.




Etwas schlichter, aber dafür individuell dank Kreidetafel gestaltbar, sind die Holzkisten von Wendelstein Werkstätten (Gehört zu Caritas!), die auf mich recht stabil wirken (Bild 5). Auch diese Kisten passen ins Expedit / Kallax Regal - allerdings ist dann noch recht viel Platz nach oben offen.

Ziemlich praktisch sind auch die Aufbewahrungssäcke von Play and Go (Bild 4). Der Clue an dieser Aufbewahrungsmöglichkeit ist, dass sie zum einen eine Art Spieldecke darstellen und zum anderen eben als Sack fungieren, der alles Spielzeug auf der Decke im Nu zusammen zieht. Was für eine praktische Aufräumhilfe - mit der Voraussetzung, dass tatsächlich nur auf der Spieldecke gespielt wird ;-). Aber vorsicht: Bitte die Kinder vor dem Zusammenziehen von der Decke entfernen ^^.

Ein ganz besonderer Hingucker ist natürlich auch der Kinderhocker von JulicaDesign (Bild 8). Dieser ist nicht nur eine einzigartige Sitzmöglichkeit, sondern gleichzeitig auch eine super Aufbewahrungskiste. Das Fach sieht zwar nicht sooo groß aus, aber gut... in erster Linie ist es nun mal auch "nur" ein Hocker - ein Hocker mit gewissen Vorzügen sozusagen :-). Ihr merkt schon, ich liebe die Produkte von JulicaDesign - siehe hier (Link Bild Posterreihe Indianer) und hier (Link Bild 6).


Welche Aufbewahrungsmöglichkeit gefällt euch denn von der Collage am besten? Welche Lösung habt ihr für das viele Spielzeug gefunden?


Liebe  Grüße


Dienstag, 31. Mai 2016

Der perfekte Zeitpunkt für ein Kind!

Vor ein paar Tagen brach vorrübergehend Panik in mir aus. Mich klagten starke Unterleibsschmerzen, ein harter Bauch etc. und ich hatte das Gefühl Kindsbewegungen in mir zu spüren. Ich bin dann ein Mensch, der panisch sämtliche Szenarien im Kopf abspielt. Ich dachte nur die ganze Zeit daran, dass es aktuell der Supergau sein würde jetzt ein zweites Kind zu bekommen. Schließlich möchte ich im Oktober meinen Masterstudiengang beginnen, was u.A. bedeutet, dass ich von Februar bis Juni 2017 ein Praktikum an einer Schule absolvieren muss. Mit einem Baby, welches ich wenn wieder stillen möchte, wäre dies einfach nicht möglich gewesen und so müsste ich erneut meine Studienzeit verlängern. Überzeugt davon, dass da ein menschliches Wesen in mir heranwächst, obwohl ich meine Tage bekam, machte ich mir also Gedanken darüber, wie ich das alles schaffen sollte und umso länger ich darüber nachdachte, umso mehr kam mir die Frage: Wann ist denn der perfekte Zeitpunkt, um ein Kind zu bekommen?


Muss ich erst eine Ausbildung oder ein Studium abschließen, den perfekten Partner finden, einen Arbeitsplatz vorweisen, die Traumhochzeit in Weiß feiern, ein Haus mit Garten in Vorstadtidylle dank Bausparvertrag bauen, um den perfekten Zeitraum für ein Kind zu erfüllen?

Die Antwort ist ganz klar Nein. Vielleicht auch, weil es in der heutigen Zeit kaum mehr möglich ist all diese Punkte zu erfüllen. Vielleicht, weil es immer Gründe gibt, die für und gegen ein Kind zu diesem und jenem Zeitpunkt sprechen. Sind wir doch mal ehrlich: Es gibt doch immer etwas! Das Streben nach Perfektion, bleibt ein Streben und so richtig richtig doll ist dann doch niemand zufrieden so wie es gerade ist. Irgendwas ist immer. Aber das ist auch gut so - sonst wäre uns ja langweilig (und dann wäre ja schon wieder was nicht stimmig!).


Als wir uns für den kleinen König entschieden haben, waren unsere Voraussetzungen für den "perfekten" Zeitpunkt keineswegs gegeben. Ich hatte ein abgeschlossenes Studium, mit dem ich nicht zufrieden war und konnte keinen Arbeitsplatz vorweisen. Stattdessen ein angefangenes Zweitstudium und einen Partner, mit dem ich zu diesem Zeitpunkt seit sechs Jahren eine Fernbeziehung zwischen Deutschland und Südafrika führte und ein winziges Zimmer bei meinen Eltern, wo ich seit meinem Zweitstudium wieder lebe. Es war alles andere als perfekt und überraschte auch viele, als wir die "frohe" Nachricht verkündeten. Ich glaube, dass die meisten - ausgesprochen und für sich behalten - davon ausgingen, dass der kleine König nicht geplant war und mich teilweise verletzte. Es mag nicht der perfekte Zeitpunkt gewesen sein, ja, aber ich sah das Ganze so: Wann wäre denn in meiner Situation der perfekte Zeitraum vorzufinden? Ich hatte noch einige Jahre Studium vor mir und mein Freund konnte nun mal nicht so einfach nach Deutschland ziehen. Ein Umzug nach Südafrika kam für mich allein aufgrund des angefangenen Studiums schon nicht in Frage. Klar, ich hätte auch noch mein Studium abwarten können. Dann wäre ich 30, 31 Jahre alt gewesen. Dann hätte ich vielleicht ein Jahr gearbeitet, hätte ein Kind bekommen. Dann vielleicht gleich das zweite Kind, weil ich ja auch schon dann über 30 bin, und hätte dann nach ein paar Jahren wieder angefangen zu arbeiten. Die Vorstellung gefiel mir aber nicht. In meinem Kopf wollte ich vor dem 30. Geburtstag Mama werden. Und ich wurde es, mit 27. Ohne den perfekten Arbeitsplatz und ohne das Haus mit Garten. Und manchmal ist der unperfekte Moment vielleicht ja doch recht perfekt? Denn wann kann man sich als Mama so viel Zeit nehmen, so flexibel sein wie im Studium statt im Arbeitsleben? Klar sehne ich mich manchmal auch nach diesem "spießigen" Werdegang, aber es ist nun mal so wie es ist und deswegen bin ich ja keine schlechtere Mutter oder?

Das also zur Situation überhaupt ein Kind in die Welt zu setzen. Wie sieht es jedoch aus, wenn das zweite, dritte etc. Kind geplant wird? Gibt es hier einen perfekten Zeitpunkt? Die meisten werden wohl einen Altersabstand von 2-3 Jahren als perfekt ansehen. Dann können die Kinder noch miteinander spielen. Andere präferieren einen Abstand von 0-2 Jahren, um das Zusammenspiel in der Zukunft noch mehr zu fördern bzw. vielleicht auch, um die Familienplanung schneller abzuschließen. Andere sehnen sich nach einem größeren Altersunterschied, um genügend Zeit für das erste Kind und sich selbst zu haben. Auch hier wird es immer Gründe geben, die für diesen und jenen Altersabstand sprechen.  Aber was ist, wenn es dann nichtmal mit dem gewünschten Altersabstand klappt, weil man sich psychisch so unter Druck setzt, dass eine Schwangerschaft partout nicht klappen will? Und dann?! Ich weiß nicht, wann wir mit einem zweiten Kind rechnen können, denn ja, ...meine Panik war natürlich unbegründet ...wie immer ;-). Aber eins ist gewiss: Perfekt wird der Zeitpunkt eh nie sein! 


Wie seht ihr das? Gibt es für euch einen perfekten Zeitpunkt für ein Kind? Was muss für euch erfüllt sein? Wie sieht es mit einem zweiten, dritten etc. Kind aus? 


Liebe Grüße

Freitag, 27. Mai 2016

Pimp my Kinderzimmer - an die Wand gehängt

Während es in diesem Blogartikel um die Dekoration der Wände dank Poster und Karten ging, soll es heute etwas größer und praktischer werden: Heute möchte ich euch meine Favoriten in Sachen kleine Wandregale für das Kinderzimmer vorstellen. Denn auf der Suche nach schicken Regalen für das Zimmer des kleinen Königs bin ich auf diese wunderbaren Schätze gestoßen:



Quelle: Done by deer, Bloomingville, Tidy Books, A Little Lovely Company, Ikea, Roommate, Julica Design

1)  Pixi Regal Nozo *  //   2) Bunte Häuserreihe *  //   3) Wandregal fürs Hochbett *  //   4) Wolkenregal   //   5) Bekväm Gewürzregal   //   6) Zookids Wandregal Wal

* auch in anderen Farben erhältlich!

Das Gewürzregal Bekväm von Ikea (Nr. 5) haben wir selbst, siehe hier, und nutzen es als Bücherregal für die vielen Bücher des kleinen Königs. Wir haben bisher aber nur drei Stück und brauchen dringend mehr davon :D.  Apropos Bücher - wer Pixi Bücher liebt und besitzt, wird bei Done by deer fündig: Dort gibt es nämlich passende kleine Wandregale für Pixi Bücher (Nr. 1)
Besonders schick finde ich die Häuserreihe von Bloomingville mit den bunten Hintergrundwänden (Nr. 2) (es gibt sie auch in Natur) - auch wenn ich mir noch nicht sicher bin, inwiefern man es nutzen kann, da die Abstellflächen auf mich sehr schmal wirken. Hat da jemand Erfahrung? Was habt ihr dort untergebracht?

Übrigens - auf die Nachfrage, ob ich die Fotos von Tidy Books für meine Collage verwenden kann, wurde mir ein 15% Gutschein für euch Leser angeboten. Einfach den Code MAMISCHNACK15 eingeben und ordentlich sparen. Schaut einfach mal auf die Seite von Tidy Books, da gibt es auch wunderschöne, personalisierte Bücherregale :-).


Welches Wandregal ist euer Favorit? Oder kennt ihr noch andere Wandregale, die mir gefallen könnten?


Liebe Grüße

Mittwoch, 25. Mai 2016

Neue Rubrik auf Mamischnack: Gewinnspiele

Sharing is Caring sagt man. Also habe ich das mal in die Tat umgesetzt und euch eine neue Rubrik geschenkt. Oben rechts oder hier findet ihr nun die Rubrik Gewinnspiele. Hier findet ihr von nun an aktuelle Gewinnspiele rund um Kinder und Familie, welche ich so auf den Blogs etc. meiner Blogger-Kollegen gefunden habe. Solltet ihr noch ein Gewinnspiel vermissen, könnt ihr mir einfach eine E-Mail schreiben und ich füge es dann umgehend hinzu.
 
Außerdem möchte ich nochmal auf meinen Instagram sowie Snapchat Account (Benutzername: Mamischnack) aufmerksam machen. Wer möchte, darf mir dort gerne folgen - gerade auf Instagram komme ich viel häufiger zum Posten :-).

Liebe Grüße


Sonntag, 22. Mai 2016

Wenn Mama alleine auf Reisen geht

Neulich hatte ich die Möglichkeit für 10 Tage nach Brasilien zu reisen. Brasilien! 10 Tage! Ich hätte eine Geschäftsreise begleiten können, kostenlos, und hätte Brasilien teilweise fern von Touristenzielen kennenlernen können. Ich, ein kleiner Abenteurer im Herzen, war Feuer und Flamme, bis mir nach wenigen Sekunden wieder klar wurde, dass da noch jmd. ist für den ich Verantwortung trage. Die Spontanität von früher, mal eben hier und da hin, ist nicht mehr so einfach möglich. Nun ist da dieser kleine Mann (zum Reisezeitpunkt 15 Monate alt), der betreut werden und meine Aufmerksamkeit haben möchte. Aber ....Brasilien....


Ich dachte mehrere Tage darüber nach. Konnte ich 10 Tage ohne mein Kind und Mann verreisen? War das überhaupt betreuungstechnisch möglich? Ich wusste, dass es sich schwierig gestaltete, aber dennoch konnte und wollte ich ungern absagen. Es war immerhin Brasilien! Und kostenlos! Wann würde ich jemals wieder so eine Gelegenheit bekommen? Und Business Class wollte ich doch auch schon immer mal fliegen ... Ich war hin- und hergerissen.
Ich fragte mehrere Freunde und Familienmitglieder - selbst in einer Facebook Gruppe bat ich um Rat und bekam von allen Seiten komplett unterschiedliche Meinungen - wie das eben so ist. Auf der einen Seite war ich die Rabenmutter, die egoistisch nur an sich dachte und auf der anderen Seite war ich der Vollidiot, würde ich mich dagegen entscheiden. Es half mir nicht weiter.

Das Gefühl als egoistische Rabenmutter dargestellt zu werden, war auf jeden Fall nicht schön. Als Mutter eine Auszeit fern vom Familienleben zu nehmen, scheint für unsere Gesellschaft oft noch verpönt. Das Gemeine ist, dass der Vater meistens nicht mit diesen Unterstellungen egoistisch zu sein leben muss. Wenn der Papa auf Geschäftsreise muss, ist alles gut, aber die Mama? Skandal! Wenn Papa sich Zeit mit Freunden nimmt, ist alles gut, aber Mama fährt für ein paar Tage ohne Kind weg? Böse Blicke! Ich bemerkte, wie ich mir eher Sorgen um meinen Ruf in der Gesellschaft machte, als darüber, ob ich es aushalten würde 10 Tage ohne meinen Sohn zu sein oder wie es für meinen Sohn wäre. Vielleicht ist es auch mein eigenes Problem, wenn ich mir Gedanken darüber mache, was andere über mich als Mutter denken, aber ich bezweifel, dass ich mit meinen Gedanken ein Einzelfall bin. 

Die Entscheidung, ob man alleine hier und da hinfährt, hat klar auch mit dem Alter des Kindes zu tun und kann so nicht verallgemeinert werden. Ein Baby / Kleinkind braucht schließlich noch eine andere Betreuungsart als ein 12jähriges Schulkind. Aber angenommen der Papa hat die Möglichkeit sich für wenige Tage die Zeit zu nehmen auf sein Kind aufzupassen, was spricht dagegen? Ist es nicht auch mal schön, wenn die beiden eine ganz intensive Zeit miteinander verbringen?
Und sind wir nicht mehr als Mütter? Seit ich Mutter bin, habe ich das Gefühl nur noch über meinen Sohn als Mensch klassifiziert zu werden. Ich bin jetzt nur noch "die Mutter von....". Aber bin ich nicht auch noch Frau?

Ich habe mich letztlich gegen die Reise entschieden. Aber nicht, weil ich es mir nicht vorstellen konnte 10 Tage ohne meinen Schatz zu sein, sondern aus betreuungstechnischen Gründen. Zu dem Zeitpunkt war es noch nicht klar, ob der Papa des kleinen Königs einen Vollzeitjob annimmt oder nicht. Letztlich tat er das und somit war die Entscheidung auch richtig. Die Großeltern hatten zwar zu dem Zeitpunkt zufälligerweise Urlaub, aber 10 Tage mit dem kleinen König wollte ich ihnen dann doch nicht zumuten - zumal sie dann nichts von ihrem Urlaub hätten. Auch wenn das Gefühl nicht sofort bei ihm zu sein, wenn was passiert wäre, stark war: Unter anderen Umständen - ich wäre wohl mitgeflogen. Als egoistische Rabenmutter.


Wie seht ihr das? Was haltet ihr davon, wenn Mama sich mal eine Auszeit fern vom Familienleben nimmt? Und - wäre es mit der Betreuung möglich - wie hättet ihr euch entschieden?


Liebe Grüße


Freitag, 20. Mai 2016

Männliche Erzieher in deutschen Kitas - Fluch oder Segen?

Bereits in diesem Blogartikel habe ich euch erzählt, dass wir unsere favorisierte Krippe für den kleinen König gefunden und vor allem auch einen Platz erhalten haben. Das Konzept der integrativen Krippe - Betreuung von behinderten und nicht behinderten Kindern - fand ich einfach super. Es gab aber noch einen weiteren Grund, weshalb ich unbedingt einen Platz in genau dieser Krippe wollte: Männliche Erzieher!


Für manch einen mag dies nicht wichtig sein - hat man sich doch schon längst an die Überzahl oder gar alleinige Herrschaft der weiblichen Erzieher in Kindertagesstätten gewöhnt. Ehrlich gesagt, ich habe vorher auch nicht groß drüber nachgedacht. Tatsächlich war diese Krippe auch die einzige, die männliche Erzieher vorweisen konnte und so gar kein zu großes Kriterium in der Wahl einnehmen konnte.
Vermutlich liegt es daran, dass der Beruf des Erziehers für das männliche Geschöpft "nicht männlich genug ist", wurde die Kinderbetreuung doch jahrelang der Frau in die Wiege gelegt. Dabei hat uns doch Til Schweiger ganz entzückt in Keinohrhasen gezeigt, dass man auch als harter Kerl ein hervorragender Erzieher sein kann. Aber gut, es ist ja nur ein Film...
Als ich beim wöchentlichen Spielkreis mich darüber beklagte, dass das doch voll schade sei, dass es so wenig männliche Erzieher in deutschen Kitas gäbe, klärte mich eine Mama, gelernte Erzieherin von Beruf, über Folgendes auf: Es gibt genügend Eltern die Terz machen, sollte ihr Kind von einer männlichen Kraft betreut werden, was mich ehrlich gesagt ziemlich schockierte. 

Auch wenn die Zahl der pädophilen männlichen Personen vermutlich deutlich höher als die der weiblichen ist, sollten wir wirklich so verbissen an die Sache gehen, dass wir in jedem männlichen Erzieher einen potentiellen Kinderschänder sehen? Ja schon klar, wir vertrauen den Kitas unser höchstes Gut an, aber ...sehen wir denn in ihren Vätern, unseren Vätern, Großvätern auch diese Menschen? Und kümmern sich diese - in der heilen Familienwelt - nicht liebevoll um unsere Kinder? Und haben männliche Erzieher nicht durchaus auch Vorteile für unsere Kinder?!

Schauen wir uns doch mal das aktuelle deutsche Familienbild an. Angenommen das Kind hat das große, mittlerweile ja schon fast seltene, Glück mit Mama und Papa aufzuwachsen - wer von den beiden arbeitet meistens bis abends? Richtig - in den meisten Fällen ist es der Papa. So kann das Kind in der Regel den Vater vielleicht noch beim Frühstück und Abendbrot sehen, kurz mit ihm spielen und dann ins Bett gebracht werden. Bis aufs Wochenende, wo er dann mehr Zeit hat.
Dann gibt es aber noch die unzähligen Familien, die in Trennung leben. Und wo wohnt das Kind in den meisten getrennten Familien? Richtig, bei der Mutter. Es sieht den Vater dann vielleicht jedes Wochenende, vielleicht auch kürzer oder gar nicht. In den meisten Fällen - egal ob alleinerziehend oder nicht - ist es also die Mutter, die mehr Zeit mit dem Kind verbringt. Eine weibliche Bezugsperson. So so. Irgendwann heißt es dann, dass eine fremde Betreuung nötig sei. Krippe, TagesMUTTER oder Kindergarten - hier werden die Kinder von liebevollen Erzieherinnen gepflegt und betüdelt. Männliche Erzieher? Selten. Das ändert sich auch mit den Schuleintritt nur gering: Auch hier ist die Mehrzahl des Lehrerkollegiums weiblich. Das mag gut gehen, vielleicht werden die Kinder nichts vermissen - wie auch, wenn sie es gar nicht anders kennen. Dennoch: Ich bin überzeugt davon, dass männliche Erzieher als Vorbilder für unsere Kinder wichtig sind und eine Bereicherung sein können.
Gerade was die Identitätsfindung betrifft, denke ich, dass es für Jungen wichtig ist eine Bezugsperson ihresgleichen zu haben. Natürlich soll und kann ein Erzieher keinen Vaterersatz sein, kann aber das Kind, insbesondere einen Jungen, positiv in der Entwicklung beeinflussen und kann sich an ihm orientieren. Er ist es, der sich vermutlich eher für die Interessen eines Jungen (und ja, ich bin auch gegen diese "typischen Mädchen-Jungen-Klischées, glaube aber, dass es tatsächlich Unterschiede in den Interessen gibt, die nicht nur durch die Gesellschaft bestimmt sind) begeistern kann. Gleichzeitig ist der männliche Erzieher es wohl auch, der ihn für vielleicht nicht "jungstypische" Dinge eher mitreißen kann - schließlich tut er es ja auch - um so dieses Klischée-Denken nicht noch zusätzlich zu pushen.
Ich jedenfalls freue mich sehr, dass unser Sohn die Möglichkeit bekommt auch von männlichen Erziehern betreut zu werden. Für mich lautet das Fazit also ganz klar: Segen!

Wie seht ihr das? Würdet ihr gerne männliche Erzieher in euren Kitas haben oder lieber nicht? Welche Gründe sprechen für euch für den männlichen Erzieher bzw. dagegen? Habt ihr vielleicht sogar männliche Erzieher in eurer Kita? Was sind eure Erfahrungen damit?


Liebe Grüße 

Mittwoch, 18. Mai 2016

Integrative Krippe - wir sind dabei! Gelebte Inklusion

Was für eine Erleichterung! Endlich: Wir haben einen Krippenplatz! Zwar erst ab Anfang Oktober (Mitte Oktober fange ich meinen Masterstudiengang an), aber in meiner favorisierten Einrichtung. Und dann warte ich gerne - denn genau diese Einrichtung hat mich sehr überzeugt! In den letzten Wochen schaute ich mir mehrere Tagesmütter und Krippen an. Bis auf eine Einrichtung sagten mir alle Krippen/Tagesmütter zu - doch nach nur einem Besuch hüpfte mein Herz vor Freude.

Was mir an der Krippe so gut gefiel? Es handelt sich um eine integrative Krippe. D.h. Kinder mit und ohne Behinderung werden hier gemeinsam betreut. Ich bin zwar eigentlich der Meinung, dass dies die Regel sein sollte und nicht extra namentlich festgehalten werden sollte, aber... soweit ist es in unserer Gesellschaft leider (noch) nicht. Es scheint für einige immer noch ein großer Diskussionsbedarf zu sein. Menschen mit einer Behinderung scheinen für einige immer noch eine ...ja...Behinderung zu sein. Aber warum ist das so? Hat man Angst, dass die eigenen, gesunden Kinder zu kurz kommen? Hat man Angst, dass sie nicht genug gefördert werden? 

 
Meiner Meinung nach ist es gerade dieses enge Miteinander mit "anders wirkenden" Menschen das vor allem unsere sozialen Kompetenzen fördert. Hier kann mein Sohn Toleranz und Hilfsbereitschaft von Anfang an lernen und kommt vermutlich so gar nicht erst in die Versuchung Vorurteile und Unsicherheiten aufzubauen, die wir als heutige Erwachsene ohne Inklusionsgedanken in der Frühpädagogik teilweise unbewusst und bewusst mitschleppen. So soll er dort lernen, dass Menschen mit einer Behinderung nicht nur normal sind wie du und ich sondern eine Bereicherung darstellen können.
Oft heißt es auf Seiten der Kritiker, dass die ErzieherInnen sich zu sehr um die "eingeschränkten" Kinder kümmern müssen, alles langsamer vorangeht und die eigenen gesunden Kinder nicht genügend gefördert werden. Meiner Meinung nach ist das Quatsch, denn gerade in integrativen Kindertagesstätten gibt es einen viel besseren Betreuungsschlüssel und auch bessere finanzielle Unterstützung. In unserer zukünftigen Krippe kommen auf 12 Kinder 3-4 ErzieherInnen. Und nein, die Heilpädagogen sind gleichermaßen Bezugsperson für Kinder mit und ohne Behinderung. Jedes Kind darf sich also seine Bezugsperson selbst aussuchen.
Auch heißt es unter den Kritikern, dass Menschen mit Behinderung oft ein höheres Aggressionspotential vorweisen. Ich kann dazu nur sagen, dass ich genügend Mitschüler in meiner Schulzeit hatte (und nein, es war auf einem Dorf bzw. Kleinstadt und kein sozialer Brennpunkt) die bei geistiger und körperlicher Gesundheit genügend Aggressions- und Gewaltpotential aufwiesen. Es mag sein, dass es evtl. zu mehreren "Gewaltszenerien" kommen mag, aber erstens zählt hier wieder der Punkt des besseren Betreungsschlüssels und zweitens auch hier wieder das Argument, dass mein Sohn eben die Realität des Alltags von Anfang an kennenlernen soll und lernt damit umzugehen. Ich habe definitiv keine Angst davor meinen Sohn einem "vermeintlichen Risiko" auszusetzen. Außerdem ist Behinderung nicht gleich Behinderung, d.h. einige "besonderen" Kinder werden wohl kaum als solche erkennbar sein.

Ich jedenfalls - ohne bereits praktische Erfahrungen vorweisen zu können - bin überzeugt, dass wir eine gute Entscheidung getroffen haben.


PS: Es gibt noch einen weiteren Grund, warum ich diese Krippe - unabhängig vom Gesichtspunkt der Inklusion - so wunderbar finde - dazu bald mehr in einem seperaten Blogartikel :-).


Was haltet ihr von einer integrative Krippe / Kindergartengruppe? Käme solch eine Krippe für euch in Frage? Und wenn nicht, warum nicht? Sind eure Kinder vielleicht auch schon in einer integrativen Krippe / Kindergartengruppe? Was habt ihr für Erfahrungen gemacht? Und: Gibt es überhaupt so ein Angebot in eurem Wohnort?


Liebe Grüße

Freitag, 22. April 2016

Pimp my Kinderzimmer - Poster und Karten

Bald ist es soweit. Wir ziehen um. Wir verabschieden uns von zwei Räumen und begrüßen ab Juli drei Räume. DREI Räume. Endlich. Drei Räume - das bedeutet, dass der kleine König endlich sein eigenes Kinderzimmer bekommt. Sein eigenes Reich! Nicht, dass er das mit dann fast 1,5 Jahren bitter nötig hätte, aber... es ist praktisch (endlich nicht mehr überall Spielzeug...okay, Utopie Gedanke) und ...ich gebe es ja zu ....Ich kann mich endlich in der Gestaltung austoben. Gut, finanziell gesehen kann ich das immer noch nicht, wie ich das so gerne hätte, aber ... ach, lasst mich doch wenigstens träumen!

Und wenn ich träume und mir mein Traumkinderzimmer so vorstelle, dann darf eines ganz gewiss nicht fehlen: Poster! Aus einem kahlen, langweiligen Zimmer können sie ganz schnell einen Raum aufwerten. Und genau aus diesem Grund mag ich euch heute ein paar meiner Favoriten in Sachen Poster vorstellen:



 
Wir selbst haben bisher zwei Prints von Mimirella für das Kinderzimmer des kleinen Königs. Leider gibt es beide Prints nicht mehr im Shop. Das eine Poster könnt ihr aber hier sehen und das andere ähnelt dem Kunstdruck Mond oben sehr (Nr. 6).

 Quelle: JulicaDesign

Verliebt habe ich mich aber neben der Auswahl oben auch in die Posterreihe Indianer von JulicaDesign, welche perfekt auf den Tipi und Indianer Trend Zug aufspringt. Die drei Poster können sowohl einzeln als auch als Gesamtpaket gekauft werden - gerade zu dritt wirken sie für mich aber erst besonders. 


Es müssen nicht immer Poster sein!
Wem Poster selbst in A4 manchmal zu groß sind, wer eine perfekte Mischung aus großen und kleinen Bildern oder Geld sparen möchte, dem empfehle ich sich einfach mal nach schicken Postkarten in Din A6 oder A5 umzusehen. Denn eingerahmt (z.B. Ribba Rahmen von Ikea) oder mit Hilfe solcher Bilderaufhängung aus Holzperlen sehen sie gleich nach mehr aus und können so ebenso zu kleinen Hinguckern im Kinderzimmer werden.





Wie sieht es bei euch aus? Haben eure Kinder Poster bzw. Postkarten im Zimmer aufgehängt? Welche könnt ihr mir in den Stilen wie oben noch empfehlen? Welche anderen Dekorationselemente sind euch im Kinderzimmer besonders wichtig?


Liebe Grüße


Dienstag, 19. April 2016

Südafrika - eine Fernreise ins Township mit einem Kleinkind

Still war es hier - aus Mangel an Zeit, Kreativität und... Abwesendheit. Wir hielten uns nämlich im März für drei Wochen beinahe am anderen Ende der Welt auf - in Südafrika. Drei Wochen wollten wir die Heimat des Papas erkunden - na gut, eher den kleinen König der Familie vorstellen. Bereits mehrfach dort gewesen, wusste oder besser dachte ich, was auf mich zukommt. Schnell musste ich jedoch lernen, dass eine Reise mit Kind etwas ganz anderes bedeutet.

Mein Freund ist in einem Township aufgewachsen. Kurz gesagt sind dies Gegenden am Rande von Großstädten, die während der Apartheid für Schwarze und Farbige eingerichtet wurden, um sie von der weißen Bevölkerung fernzuhalten. Mittlerweile sind sie so überfüllt, dass sie größtenteils als eigene Kleinstädte anzusehen sind. Der Anblick dieser Townships ist zunächst erschreckend, wenn man deutsche Standards gewohnt ist. Nicht alle, aber die meisten Menschen dort leben nach deutschen bzw. weltweiten Verhältnissen in Armut. Nicht selten kann man hier Familien finden, die in einer Wellblechhütte ohne Elektrizität und fließendem Wasser aufwachsen.
Die Familie meines Freundes lebt in einem Haus. Von außen ganz nett, ist es von innen sehr heruntergekommen. Aber sie haben Strom, einen Fernseher und eine Waschmaschine. Dennoch muss sehr sparsam gelebt werden. Warmes Wasser gibt es nicht - dazu wird per Wasserkocher oder Kochtopf Wasser erhitzt. Eine Dusche? Fehlanzeige. Genutzt werden Waschschüsseln oder eine Badewanne - wenn denn mal was Wasser ablaufen würde. Ihr glaubt gar nicht wie ich immer nach einer Heimkehr die erste Dusche genieße - was für ein Luxus!



Neben Müllproblemen, Ratten, Plastikverbrennung etc. ist es nicht unbedingt die erste Wahl für eine Familienreise, aber diese Welt ist nun mal oder gottseidank auch Teil meiner Familie. So sehr ich mich auf dieser Reise auch aufgeregt habe, weil ich mich um die Sicherheit etc. meines Sohnes gesorgt habe, umso dankbar bin ich, dass mein Sohn diese Erfahrung gemacht hat bzw. hoffentlich noch häufiger in Zukunft erleben wird. Denn besonders auf so eine "schockierende" Art und Weise weiß er hoffentlich viele Dinge hier in Deutschland (noch mehr) zu schätzen. So arm und bemitleidenswert die Lage oft scheint, umso glücklicher wirken die Menschen dort auf mich. Für mich ist es vor allem das Leben in den Townships, was Südafrika für mich so faszinierend macht.




Und was macht es nun komplizierter mit Kind?
Im Folgenden möchte ich euch also ein paar Punkte nennen, die mich manchmal fast zur Weissglut gebracht haben. Es ist aber anzumerken, dass diese Punkte wohl eher speziell auf einen Aufenthalt im Township abzielen. In Touristengegenden (Hotelküche etc.) sieht es natürlich anders aus.
Fangen wir mit dem Essen an. Natürlich is(s)t jeder verschieden und auch in Deutschland trifft man auf unterschiedliche Menschengruppen, aber ich glaube kaum, dass die Mehrheit ihrem 1jährigen oder gar noch jüngeren Kindern hier Chips, Cola etc. anbieten. In Südafrika, so meine Erfahrung, tun dies verdammt viele. Für mich war es anstrengend ihn vor Chipstüten etc. fernzuhalten - und ich bin wirklich nicht jemand der bei jedem kleinen Zuckerkorn, welcher genüßlich in den Mund des kleinen Königs wandert, hyperventilieren würde. Ferner ist das Essen mit verdammt viel Fleisch und Pap (sieht ein wenig aus wie Kartoffelbrei in weiß, aus Maismehl) nicht unbedingt das Essen, was er hier kennt bzw. nicht immer das nahrhafteste Essen. Wir haben ihm also häufig auch was extra gekocht oder haben auf Gläschen zurückgegriffen. Ich selbst bin kein Fan der südafrikanischen "Township Küche" (Pap, viiiiiel Fleisch, ein wenig Soße, wenig Gemüse) und darf mich bei Heimkehr immer - zumindest vorübergehend ^^ - über ein paar Kilos weniger freuen ;-).
Der Fernseher läuft in vielen Familien ständig - vielleicht auch aus Mangel an Möglichkeiten. Auch die ganz Kleinen sind schon von Anfang an dabei und werden vor Cartoons etc. gesetzt. Das war einfach bei allen Personen, die wir besucht haben so und für mich oft ziemlich anstrengend - zumal ich hier fast nie den Fernseher anmache. Glücklicherweise war der kleine König gar nicht soooo interessiert daran.
Die Menschen waren überrascht, dass es dem kleinen König gar nicht gefiel, dass ihn ständig jmd. Fremdes auf den Arm nehmen wollte etc. Es ist dort einfach "normal" und für ihn eben nicht.
Wie bereits oben erwähnt, gibt es vor allem in den Townships ein echt großes Müllproblem. Der liegt wirklich überall und lockt auch gerne die eine oder andere Ratte an (es gab Zeiten auf Südafrika Reisen an denen ich fünf Ratten aufwärts pro Tag gesehen habe - lebendig oder auch plattgefahren...). Als Mama war ich also nicht ganz so begeistert, wenn der kleine König alles draußen anfassen wollte und war froh, dass er in Südafrika komplett laufen gelernt hat, um nicht ständig auf dem Boden rumkriechen zu müssen. 
Das größte Problem: Das Auto! Die Familie meines Freundes besitzt kein Auto. Sie sind wie die Mehrheit der Bevölkerung der Townships auf Taxis angewiesen. In diesen Taxis jedoch gibt es in der Regel keine funktionierenden Gurte - sprich dein Kindersitz ist "völlig wertlos" und sind sie auch nicht immer mehr die allzu funktionierenden Fahrzeuge. Auf Freunde mit Autos (mit funktionierenden Gurten!) kann man sich nicht verlassen, denn sie kommen oft gar nicht oder mit stundenlanger Verspätung bei dir an, wenn man sie fragt, ob sie an diesem und jenen Tag dich fahren (das war unser Plan zuvor ;-).). So waren wir gezwungen ohne Kindersitz zu reisen, wollten wir uns fortbewegen. Für mich war dies eine große innere Auseinandersetzung, denn genau das wollte ich eigentlich nicht. Letztlich haben wir es ab und an getan, weil ich durchgedreht wäre, wenn ich drei Wochen vor Ort geblieben wäre. #call_me_a_Rabenmutter. Ohne Kind bin ich ständig Taxi gefahren und obwohl es da den einen oder anderen Schockmoment gab, gehört das Taxifahren in den Vans in Südafrika schon irgendwie zu einem Highlight. Fazit für unsere nächste Reise: (Wieder) Fahren lernen (ich hasse Autofahren!), einen internationalen Führerschein beantragen und ein Auto mieten. Unabhängiger und schneller am Ziel (denn die meisten Taxis fahren auch erst los, wenn das Taxi komplett voll ist - was durchaus mal länger dauern kann!).

Dennoch hatten wir natürlich - neben dem absolut traumhaften Wetter - auch wunderschöne Momente, die wir so nicht in Deutschland erleben würden. Während wir in Deutschland mehr Tiere als Menschen als Nachbarn haben, genoß der kleine König die Menschenmengen, denen er tagtäglich begegnete und sich für ihn interessierten. Obwohl die Familie vom Papa in einer Seitenstraße wohnt, liefen dauernd Menschen vorbei. So stand der kleine König total fasziniert am Tor und konnte dort - hätte ich ihn nicht irgendwann geholt - vermutlich stundenlang stehen. Zumal auch er die Aufmerksamkeit Fremder schnell bekam.




Unser Highlight in der Entwicklung unseres kleinen Königs waren neben dem kompletten Laufen lernen übrigens das intensive Klatschen unseres Sohnes. Da alle so begeistert waren und ihn anlächelten, hörte er gar nicht mehr auf zu klatschen :D! Das ging so weit, dass ich ihn mehrfach im Schlaf beim Klatschen erwischte ^^. 
So dreckig sah er übrigens eigentlich jeden Tag an, da - auch wenn man es hier nicht sieht - der Boden sehr staubig ist. Wir haben es aber gelassen gesehen und ihn dennoch nicht jeden Tag gebadet - es war einfach zwecklos. #meineMeinung



Ich machte mir vor unserer Reise wirklich viele Gedanken und vor allem der Flug (immerhin 11h am Stück plus 1-2h Kurzstrecke) bereitete mir im Vorfeld Bauchschmerzen. Im Nachhinein war dieser das kleinste Problem. Dennoch möchte ich euch noch schnell ein paar Infos bzgl. Fliegen mit Baby bzw. Kleinkind mitteilen:

Am Flughafen
Ganz wichtig für Südafrika Reisende: Wer mit einem Kind unter 18 Jahren reist - unabhängig von dessen Nationalität - muss für die Einreise nach Südafrika eine Geburtsurkunde vorweisen. Empfehlenswert ist es eine internationale Urkunde mitzunehmen. Ohne Urkunde kann euch eine Ein- als auch Ausreise verwährt werden!
In der Regel darf man neben einem Koffer und einem Handgepäckkoffer noch einen Autositz sowie einen Kinderwagen kostenfrei mitnehmen. Da wir in Südafrika einen Buggy hatten, haben wir auf letzteren verzichtet. Zumal man an den meisten Flughäfen für den Transitbereich auch Buggys ausleihen kann!

Wer mit einem Baby, Kleinkind reist, hat Vorrecht - sprich darf mit als erstes ins Flugzeug. Das hat den Vorteil, dass man in Ruhe seinen Platz findet etc. Wir hatten so die Möglichkeit auf dem ersten Langstreckenflug den kleinen König bereits einschlafen zu lassen, während alle an uns vorbeistürmten.


Babysitz im Flugzeug
Viele Familien versuchen eine Flugreise vor dem 2. Geburtstag ihres Kindes anzutreten. Dies hat den Grund, dass sie dann für das Baby bzw. Kleinkind gar nichts oder kaum etwas zahlen. Der Nachteil: Das Kind hat dann keinen Anspruch auf einen eigenen Platz und muss mit einem Extragurt an einem normalen Gurt befestigt werden. Eine weitere Möglichkeit wäre das Reisen mit Autositz, sofern dieser für Flüge geeignet ist und von der jeweiligen Airline genehmigt wird. Auch wir hatten kurz drüber nachgedacht, wie ihr hier nachlesen könnt, kam aber letztlich preislich gar nicht für uns in Frage: Wer einen Autositz im Flugzeug nutzt, also einen eigenen Platz dafür nutzt, bezahlt den normalen Preis. Letztlich muss es jeder selbst wissen.
Wer das Kind den ganzen Flug über auf dem Schoß hat, wird spätestens beim Essen feststellen, dass das gar nicht so einfach ist. Während der kleine König wach war, saß er so zwischen uns auf den Armlehnen und wir bemühten uns neben uns selbst und ihn zu nähren die Tabletts von seinen Kung Fu Künsten zu bewahren.
Wer das vermeiden will, kann unter Umständen auf ein Babybett zurückgreifen. Auf dem Hinflug wurde uns solch eines kurz nach dem Start bereitgestellt. Da das Babybett nur an bestimmten Stellen im Flugzeug befestigt wird, ist es wichtig dieses bereits bei der Buchung des Fluges kostenlos mitzubestellen, um diese bestimmten Sitzplätze zu reservieren. Gleich nach Buchung haben wir also per Hotline unsere Plätze zugewiesen bekommen. Auf der Kurzstrecke, wer hätte das gedacht ;-), gab es natürlich kein Bett.
Unser Kleiner war zum Zeitpunkt des ersten Fluges fast 13 Monate alt. Er ist größen- und gewichtstechnisch im Durchschnitt. Das Babybett, was laut Airline für Kinder bis 10 Monaten empfohlen wurde, war laut Gewicht gerade noch möglich - von der Größe aber schon zu klein. Dieses wurde uns auch schnell deutlich, da seine Füße bereits rausguckten und wir bei jeder Bewegung aufpassten mussten, dass er sich nicht den Kopf stößt und dadurch wach wird.
Bei leichten Turbulenzen war es in Ordnung eine kleine Abdeckung mit Reißverschluss zu zuziehen. Bei heftigeren Turbulenzen sowie bei Start und Landung hätten/mussten wir ihn auf unseren Schoß per Babygurt festschnallen müssen.
Auf dem Rückflug riet uns die Stewardess nach Betrachtung unseres Sohnes von einem Babybett ab, da er sowohl zu schwer als auch zu groß wirkte. Wir hatten jedoch die Möglichkeit ihn vor uns auf den Boden zu legen und das Babybett zur Sicherheit, dass niemand auf ihn trampelt, aufzuhängen. Gerade beim Essen - sofern das Kind schläft - wie gesagt SEHR entspannend!


Babynahrung & Wickeln im Flugzeug
Ich war eigentlich der Meinung gelesen zu haben, dass unser Sohn ebenso ein Menü bekommt - zumal er wirklich fast alles mittlerweile isst und auch nicht wenig. Dem war nicht so. Er hätte Babygläschen bekommen können, zum Glück hatten wir aber jede Menge Essen für ihn dabei. Allgemein sind die Mitarbeiter am Flughafen, was Reisende mit Babys angeht, sehr viel lockerer: So konnten wir problemlos Wasser sowie Babygläschen für ihn im Handgepäck mitnehmen. Auch Glasflaschen stellten kein Problem dar.
Das Wickeln ist - zumindest auf den Langstreckenflügen - auf fast allen Toiletten möglich. Der Wickeltisch, den man in der Regel über der Toilette aufklappen kann, ist meiner Meinung zwar teilweise etwas unpraktisch angebracht (der kleine König musste seitlich von mir liegen), aber ansich in Ordnung.


Was sonst noch wichtig für den Flug mit Baby ist
Versucht eurem Kind während Start und Landung unbedingt etwas zu Trinken oder Essen anzubieten. Um den Druck auf den Ohren auszugleichen, kauen ja auch wir Erwachsene während dieser Zeit z.B. Kaugummi. Glücklicherweise hatten wir "nur" auf dem ersten Kurzstreckenflug damit zu kämpfen.
Ferner haben wir - obwohl er keinen Schnupfen hatte - Nasentropfen kurz vorm Start gegeben. Da die Luft im Flugzeug eher trocken ist, haben wir dies zum Schutz der Nasenschleimhaut gemacht.


So, das waren also meine kleinen Reiseeindrücke sowie Fluginformationen zum Reisen mit Baby bzw. Kleinkind. Die richtigen Worte zu treffen, fiel mir bei diesem Blogartikel besonders schwer und dennoch hoffe ich, dass der eine oder andere ihn bis zum Ende gelesen hat ;-).


Wart ihr schon mal mit Baby, Kind in einem Land dessen Kultur ganz anders ist als in Deutschland? Wart ihr in Touristengegenden oder "richtig" im Land? Und wenn nicht: Könntet ihr euch das mit einem so jungen Kind vorstellen?


Liebe Grüße