Freitag, 22. April 2016

Pimp my Kinderzimmer - Poster und Karten

Bald ist es soweit. Wir ziehen um. Wir verabschieden uns von zwei Räumen und begrüßen ab Juli drei Räume. DREI Räume. Endlich. Drei Räume - das bedeutet, dass der kleine König endlich sein eigenes Kinderzimmer bekommt. Sein eigenes Reich! Nicht, dass er das mit dann fast 1,5 Jahren bitter nötig hätte, aber... es ist praktisch (endlich nicht mehr überall Spielzeug...okay, Utopie Gedanke) und ...ich gebe es ja zu ....Ich kann mich endlich in der Gestaltung austoben. Gut, finanziell gesehen kann ich das immer noch nicht, wie ich das so gerne hätte, aber ... ach, lasst mich doch wenigstens träumen!

Und wenn ich träume und mir mein Traumkinderzimmer so vorstelle, dann darf eines ganz gewiss nicht fehlen: Poster! Aus einem kahlen, langweiligen Zimmer können sie ganz schnell einen Raum aufwerten. Und genau aus diesem Grund mag ich euch heute ein paar meiner Favoriten in Sachen Poster vorstellen:



 
Wir selbst haben bisher zwei Prints von Mimirella für das Kinderzimmer des kleinen Königs. Leider gibt es beide Prints nicht mehr im Shop. Das eine Poster könnt ihr aber hier sehen und das andere ähnelt dem Kunstdruck Mond oben sehr (Nr. 6).

Quelle: JulicaDesign

Verliebt habe ich mich aber neben der Auswahl oben auch in die Posterreihe Indianer von JulicaDesign, welche perfekt auf den Tipi und Indianer Trend Zug aufspringt. Die drei Poster können sowohl einzeln als auch als Gesamtpaket gekauft werden - gerade zu dritt wirken sie für mich aber erst besonders. 


Es müssen nicht immer Poster sein!
Wem Poster selbst in A4 manchmal zu groß sind, wer eine perfekte Mischung aus großen und kleinen Bildern oder Geld sparen möchte, dem empfehle ich sich einfach mal nach schicken Postkarten in Din A6 oder A5 umzusehen. Denn eingerahmt (z.B. Ribba Rahmen von Ikea) oder mit Hilfe solcher Bilderaufhängung aus Holzperlen sehen sie gleich nach mehr aus und können so ebenso zu kleinen Hinguckern im Kinderzimmer werden.





Wie sieht es bei euch aus? Haben eure Kinder Poster bzw. Postkarten im Zimmer aufgehängt? Welche könnt ihr mir in den Stilen wie oben noch empfehlen? Welche anderen Dekorationselemente sind euch im Kinderzimmer besonders wichtig?


Liebe Grüße

Dienstag, 19. April 2016

Südafrika - eine Fernreise ins Township mit einem Kleinkind

Still war es hier - aus Mangel an Zeit, Kreativität und... Abwesendheit. Wir hielten uns nämlich im März für drei Wochen beinahe am anderen Ende der Welt auf - in Südafrika. Drei Wochen wollten wir die Heimat des Papas erkunden - na gut, eher den kleinen König der Familie vorstellen. Bereits mehrfach dort gewesen, wusste oder besser dachte ich, was auf mich zukommt. Schnell musste ich jedoch lernen, dass eine Reise mit Kind etwas ganz anderes bedeutet.

Mein Freund ist in einem Township aufgewachsen. Kurz gesagt sind dies Gegenden am Rande von Großstädten, die während der Apartheid für Schwarze und Farbige eingerichtet wurden, um sie von der weißen Bevölkerung fernzuhalten. Mittlerweile sind sie so überfüllt, dass sie größtenteils als eigene Kleinstädte anzusehen sind. Der Anblick dieser Townships ist zunächst erschreckend, wenn man deutsche Standards gewohnt ist. Nicht alle, aber die meisten Menschen dort leben nach deutschen bzw. weltweiten Verhältnissen in Armut. Nicht selten kann man hier Familien finden, die in einer Wellblechhütte ohne Elektrizität und fließendem Wasser aufwachsen.
Die Familie meines Freundes lebt in einem Haus. Von außen ganz nett, ist es von innen sehr heruntergekommen. Aber sie haben Strom, einen Fernseher und eine Waschmaschine. Dennoch muss sehr sparsam gelebt werden. Warmes Wasser gibt es nicht - dazu wird per Wasserkocher oder Kochtopf Wasser erhitzt. Eine Dusche? Fehlanzeige. Genutzt werden Waschschüsseln oder eine Badewanne - wenn denn mal was Wasser ablaufen würde. Ihr glaubt gar nicht wie ich immer nach einer Heimkehr die erste Dusche genieße - was für ein Luxus!


Neben Müllproblemen, Ratten, Plastikverbrennung etc. ist es nicht unbedingt die erste Wahl für eine Familienreise, aber diese Welt ist nun mal oder gottseidank auch Teil meiner Familie. So sehr ich mich auf dieser Reise auch aufgeregt habe, weil ich mich um die Sicherheit etc. meines Sohnes gesorgt habe, umso dankbar bin ich, dass mein Sohn diese Erfahrung gemacht hat bzw. hoffentlich noch häufiger in Zukunft erleben wird. Denn besonders auf so eine "schockierende" Art und Weise weiß er hoffentlich viele Dinge hier in Deutschland (noch mehr) zu schätzen. So arm und bemitleidenswert die Lage oft scheint, umso glücklicher wirken die Menschen dort auf mich. Für mich ist es vor allem das Leben in den Townships, was Südafrika für mich so faszinierend macht.


Und was macht es nun komplizierter mit Kind?
Im Folgenden möchte ich euch also ein paar Punkte nennen, die mich manchmal fast zur Weissglut gebracht haben. Es ist aber anzumerken, dass diese Punkte wohl eher speziell auf einen Aufenthalt im Township abzielen. In Touristengegenden (Hotelküche etc.) sieht es natürlich anders aus.
Fangen wir mit dem Essen an. Natürlich is(s)t jeder verschieden und auch in Deutschland trifft man auf unterschiedliche Menschengruppen, aber ich glaube kaum, dass die Mehrheit ihrem 1jährigen oder gar noch jüngeren Kindern hier Chips, Cola etc. anbieten. In Südafrika, so meine Erfahrung, tun dies verdammt viele. Für mich war es anstrengend ihn vor Chipstüten etc. fernzuhalten - und ich bin wirklich nicht jemand der bei jedem kleinen Zuckerkorn, welcher genüßlich in den Mund des kleinen Königs wandert, hyperventilieren würde. Ferner ist das Essen mit verdammt viel Fleisch und Pap (sieht ein wenig aus wie Kartoffelbrei in weiß, aus Maismehl) nicht unbedingt das Essen, was er hier kennt bzw. nicht immer das nahrhafteste Essen. Wir haben ihm also häufig auch was extra gekocht oder haben auf Gläschen zurückgegriffen. Ich selbst bin kein Fan der südafrikanischen "Township Küche" (Pap, viiiiiel Fleisch, ein wenig Soße, wenig Gemüse) und darf mich bei Heimkehr immer - zumindest vorübergehend ^^ - über ein paar Kilos weniger freuen ;-).
Der Fernseher läuft in vielen Familien ständig - vielleicht auch aus Mangel an Möglichkeiten. Auch die ganz Kleinen sind schon von Anfang an dabei und werden vor Cartoons etc. gesetzt. Das war einfach bei allen Personen, die wir besucht haben so und für mich oft ziemlich anstrengend - zumal ich hier fast nie den Fernseher anmache. Glücklicherweise war der kleine König gar nicht soooo interessiert daran.
Die Menschen waren überrascht, dass es dem kleinen König gar nicht gefiel, dass ihn ständig jmd. Fremdes auf den Arm nehmen wollte etc. Es ist dort einfach "normal" und für ihn eben nicht.
Wie bereits oben erwähnt, gibt es vor allem in den Townships ein echt großes Müllproblem. Der liegt wirklich überall und lockt auch gerne die eine oder andere Ratte an (es gab Zeiten auf Südafrika Reisen an denen ich fünf Ratten aufwärts pro Tag gesehen habe - lebendig oder auch plattgefahren...). Als Mama war ich also nicht ganz so begeistert, wenn der kleine König alles draußen anfassen wollte und war froh, dass er in Südafrika komplett laufen gelernt hat, um nicht ständig auf dem Boden rumkriechen zu müssen. 
Das größte Problem: Das Auto! Die Familie meines Freundes besitzt kein Auto. Sie sind wie die Mehrheit der Bevölkerung der Townships auf Taxis angewiesen. In diesen Taxis jedoch gibt es in der Regel keine funktionierenden Gurte - sprich dein Kindersitz ist "völlig wertlos" und sind sie auch nicht immer mehr die allzu funktionierenden Fahrzeuge. Auf Freunde mit Autos (mit funktionierenden Gurten!) kann man sich nicht verlassen, denn sie kommen oft gar nicht oder mit stundenlanger Verspätung bei dir an, wenn man sie fragt, ob sie an diesem und jenen Tag dich fahren (das war unser Plan zuvor ;-).). So waren wir gezwungen ohne Kindersitz zu reisen, wollten wir uns fortbewegen. Für mich war dies eine große innere Auseinandersetzung, denn genau das wollte ich eigentlich nicht. Letztlich haben wir es ab und an getan, weil ich durchgedreht wäre, wenn ich drei Wochen vor Ort geblieben wäre. #call_me_a_Rabenmutter. Ohne Kind bin ich ständig Taxi gefahren und obwohl es da den einen oder anderen Schockmoment gab, gehört das Taxifahren in den Vans in Südafrika schon irgendwie zu einem Highlight. Fazit für unsere nächste Reise: (Wieder) Fahren lernen (ich hasse Autofahren!), einen internationalen Führerschein beantragen und ein Auto mieten. Unabhängiger und schneller am Ziel (denn die meisten Taxis fahren auch erst los, wenn das Taxi komplett voll ist - was durchaus mal länger dauern kann!).

Dennoch hatten wir natürlich - neben dem absolut traumhaften Wetter - auch wunderschöne Momente, die wir so nicht in Deutschland erleben würden. Während wir in Deutschland mehr Tiere als Menschen als Nachbarn haben, genoß der kleine König die Menschenmengen, denen er tagtäglich begegnete und sich für ihn interessierten. Obwohl die Familie vom Papa in einer Seitenstraße wohnt, liefen dauernd Menschen vorbei. So stand der kleine König total fasziniert am Tor und konnte dort - hätte ich ihn nicht irgendwann geholt - vermutlich stundenlang stehen. Zumal auch er die Aufmerksamkeit Fremder schnell bekam.




Unser Highlight in der Entwicklung unseres kleinen Königs waren neben dem kompletten Laufen lernen übrigens das intensive Klatschen unseres Sohnes. Da alle so begeistert waren und ihn anlächelten, hörte er gar nicht mehr auf zu klatschen :D! Das ging so weit, dass ich ihn mehrfach im Schlaf beim Klatschen erwischte ^^. 
So dreckig sah er übrigens eigentlich jeden Tag an, da - auch wenn man es hier nicht sieht - der Boden sehr staubig ist. Wir haben es aber gelassen gesehen und ihn dennoch nicht jeden Tag gebadet - es war einfach zwecklos. #meineMeinung




Ich machte mir vor unserer Reise wirklich viele Gedanken und vor allem der Flug (immerhin 11h am Stück plus 1-2h Kurzstrecke) bereitete mir im Vorfeld Bauchschmerzen. Im Nachhinein war dieser das kleinste Problem. Dennoch möchte ich euch noch schnell ein paar Infos bzgl. Fliegen mit Baby bzw. Kleinkind mitteilen:

Am Flughafen
Ganz wichtig für Südafrika Reisende: Wer mit einem Kind unter 18 Jahren reist - unabhängig von dessen Nationalität - muss für die Einreise nach Südafrika eine Geburtsurkunde vorweisen. Empfehlenswert ist es eine internationale Urkunde mitzunehmen. Ohne Urkunde kann euch eine Ein- als auch Ausreise verwährt werden!
In der Regel darf man neben einem Koffer und einem Handgepäckkoffer noch einen Autositz sowie einen Kinderwagen kostenfrei mitnehmen. Da wir in Südafrika einen Buggy hatten, haben wir auf letzteren verzichtet. Zumal man an den meisten Flughäfen für den Transitbereich auch Buggys ausleihen kann!

Wer mit einem Baby, Kleinkind reist, hat Vorrecht - sprich darf mit als erstes ins Flugzeug. Das hat den Vorteil, dass man in Ruhe seinen Platz findet etc. Wir hatten so die Möglichkeit auf dem ersten Langstreckenflug den kleinen König bereits einschlafen zu lassen, während alle an uns vorbeistürmten.


Babysitz im Flugzeug
Viele Familien versuchen eine Flugreise vor dem 2. Geburtstag ihres Kindes anzutreten. Dies hat den Grund, dass sie dann für das Baby bzw. Kleinkind gar nichts oder kaum etwas zahlen. Der Nachteil: Das Kind hat dann keinen Anspruch auf einen eigenen Platz und muss mit einem Extragurt an einem normalen Gurt befestigt werden. Eine weitere Möglichkeit wäre das Reisen mit Autositz, sofern dieser für Flüge geeignet ist und von der jeweiligen Airline genehmigt wird. Auch wir hatten kurz drüber nachgedacht, wie ihr hier nachlesen könnt, kam aber letztlich preislich gar nicht für uns in Frage: Wer einen Autositz im Flugzeug nutzt, also einen eigenen Platz dafür nutzt, bezahlt den normalen Preis. Letztlich muss es jeder selbst wissen.
Wer das Kind den ganzen Flug über auf dem Schoß hat, wird spätestens beim Essen feststellen, dass das gar nicht so einfach ist. Während der kleine König wach war, saß er so zwischen uns auf den Armlehnen und wir bemühten uns neben uns selbst und ihn zu nähren die Tabletts von seinen Kung Fu Künsten zu bewahren.
Wer das vermeiden will, kann unter Umständen auf ein Babybett zurückgreifen. Auf dem Hinflug wurde uns solch eines kurz nach dem Start bereitgestellt. Da das Babybett nur an bestimmten Stellen im Flugzeug befestigt wird, ist es wichtig dieses bereits bei der Buchung des Fluges kostenlos mitzubestellen, um diese bestimmten Sitzplätze zu reservieren. Gleich nach Buchung haben wir also per Hotline unsere Plätze zugewiesen bekommen. Auf der Kurzstrecke, wer hätte das gedacht ;-), gab es natürlich kein Bett.
Unser Kleiner war zum Zeitpunkt des ersten Fluges fast 13 Monate alt. Er ist größen- und gewichtstechnisch im Durchschnitt. Das Babybett, was laut Airline für Kinder bis 10 Monaten empfohlen wurde, war laut Gewicht gerade noch möglich - von der Größe aber schon zu klein. Dieses wurde uns auch schnell deutlich, da seine Füße bereits rausguckten und wir bei jeder Bewegung aufpassten mussten, dass er sich nicht den Kopf stößt und dadurch wach wird.
Bei leichten Turbulenzen war es in Ordnung eine kleine Abdeckung mit Reißverschluss zu zuziehen. Bei heftigeren Turbulenzen sowie bei Start und Landung hätten/mussten wir ihn auf unseren Schoß per Babygurt festschnallen müssen.
Auf dem Rückflug riet uns die Stewardess nach Betrachtung unseres Sohnes von einem Babybett ab, da er sowohl zu schwer als auch zu groß wirkte. Wir hatten jedoch die Möglichkeit ihn vor uns auf den Boden zu legen und das Babybett zur Sicherheit, dass niemand auf ihn trampelt, aufzuhängen. Gerade beim Essen - sofern das Kind schläft - wie gesagt SEHR entspannend!


Babynahrung & Wickeln im Flugzeug
Ich war eigentlich der Meinung gelesen zu haben, dass unser Sohn ebenso ein Menü bekommt - zumal er wirklich fast alles mittlerweile isst und auch nicht wenig. Dem war nicht so. Er hätte Babygläschen bekommen können, zum Glück hatten wir aber jede Menge Essen für ihn dabei. Allgemein sind die Mitarbeiter am Flughafen, was Reisende mit Babys angeht, sehr viel lockerer: So konnten wir problemlos Wasser sowie Babygläschen für ihn im Handgepäck mitnehmen. Auch Glasflaschen stellten kein Problem dar.
Das Wickeln ist - zumindest auf den Langstreckenflügen - auf fast allen Toiletten möglich. Der Wickeltisch, den man in der Regel über der Toilette aufklappen kann, ist meiner Meinung zwar teilweise etwas unpraktisch angebracht (der kleine König musste seitlich von mir liegen), aber ansich in Ordnung.


Was sonst noch wichtig für den Flug mit Baby ist
Versucht eurem Kind während Start und Landung unbedingt etwas zu Trinken oder Essen anzubieten. Um den Druck auf den Ohren auszugleichen, kauen ja auch wir Erwachsene während dieser Zeit z.B. Kaugummi. Glücklicherweise hatten wir "nur" auf dem ersten Kurzstreckenflug damit zu kämpfen.
Ferner haben wir - obwohl er keinen Schnupfen hatte - Nasentropfen kurz vorm Start gegeben. Da die Luft im Flugzeug eher trocken ist, haben wir dies zum Schutz der Nasenschleimhaut gemacht.


So, das waren also meine kleinen Reiseeindrücke sowie Fluginformationen zum Reisen mit Baby bzw. Kleinkind. Die richtigen Worte zu treffen, fiel mir bei diesem Blogartikel besonders schwer und dennoch hoffe ich, dass der eine oder andere ihn bis zum Ende gelesen hat ;-).


Wart ihr schon mal mit Baby, Kind in einem Land dessen Kultur ganz anders ist als in Deutschland? Wart ihr in Touristengegenden oder "richtig" im Land? Und wenn nicht: Könntet ihr euch das mit einem so jungen Kind vorstellen?


Liebe Grüße