Montag, 26. Dezember 2016

Pimp my Kinderküche

Nun ist Weihnachten 2016 also fast wieder vorbei.Wie wohl fast in jeder Familie haben die Kinder ordentlich abgesahnt. Auch der kleine König wurde reich beschenkt. Von uns ...pardon, vom Weihnachtsmann, ....gab es eine Kinderküche mit viel Zubehör. Ich hatte ihn bereits bei diversen Ikea Besuchen etc. mit solch einer spielen sehen - hätte aber nicht gedacht, dass er sich SO darüber freuen würde. Er fing sofort an zu kochen und als wir nach der Bescherung essen wollten, deckte er gleich den Tisch mit seinen Utensilien. Er war den ganzen Abend kaum von der Küche zu entfernen - Mamas Herz hat vor Freude getanzt :-). Das lag vielleicht auch daran, dass ich viel Arbeit, Zeit und Liebe in diese Küche gesteckt habe:



Denn eigentlich sah diese Küche so aus:

Diese haben wir in dieser Form für 59,90 Euro bei Lidl gekauft. Optisch ähnelt sie der berühmten Duktig Küche von Ikea sehr. Herd und Spüle sind nur vertauscht, die Mikrowelle ist mehr seitlich angebracht und die Griffe und der Hahn sehen etwas anders aus - dafür gibt es für den Herd und Ofen auch Drehknöpfe, welche bei der Ikea Küche nicht vorhanden sind. Ich gebe zu, dass die Griffe, der Hahn etc. alles etwas "billiger" rüberkommen, allerdings kostete uns die Küche auch 30 Euro weniger. Schade finde ich nur, dass - wie auch bei der Ikea Küche - der Herd seitlich aufgeht. Das wollte ich eigentlich noch ändern, habe ich leider aber nicht mehr geschafft und ist sicherlich auch nicht ganz so einfach.

Von Anfang an war mir klar - nachdem ich zahlreiche Ergebnisse online betrachtete - dass ich diese Küche noch umgestalten möchte und sie so zu einem ganz individuellen Produkt wird. Farbe sowie Folie sollten dabei zum Einsatz kommen.
Farblich habe ich mich für ein Pastellblau entschieden. Innen habe ich - dank einer anderen Mama, die die Küche ihrer Tochter Hellgrau-Rosa gestrichen hat - auch noch Grau bekommen, so dass ich diese Farbe für innen benutzen konnte.
Für außen habe ich das Permanent Spray in Pastellblau von Edding genommen. Hierbei handelt es sich um einen Acryllack, den man sprayen kann - was für eine gleichmäßige Oberfläche vorteilhaft ist. Obwohl ich mit der Farbe sowie Handhabe letztlich vollkommen zufrieden bin, kann ich diesen Acryllack aufgrund des Preises für solch große Flächen im Nachhinein nicht empfehlen: Ich brauchte letztlich 3 Flaschen bei einem Preis von je ca. 9 Euro! Die hintere Seite als auch die Innenseiten außer vom Regal sind nicht in dieser Farbe und ich  habe nur zwei Schichten aufgetragen (was aber ausreichend ist). Außerdem - für alle, denen das wichtig ist, ist dieser Acryllack nicht für Spielzeuge getestet wurden. D.h. zwar nicht, dass er nicht speichelfest etc. ist, sollte einem aber zumindest bewusst sein. Acryllack wird aber ansich sehr sehr hart. Ich habe mich dafür entschieden, weil der kleine König nicht der Typ ist, der alles ableckt und außerdem müssten dann ja alle Möbelstücke etc. spielzeugsicher getestet worden sein. Bei kleinen Greifringen kann ich es verstehen, aber meiner Meinung hier nicht notwendig. Wer trotz der hohen Kosten dennoch die Farbe verwendet: Unbedingt draußen sprayen und vorher das Holz abschleifen, da es sonst auch recht rauh wird (ich habs vergessen und habe es im Nachhinein etwas gemacht, damit das Holz wieder weicher wurde). Der Lack stinkt schon sehr, ist aber nach ca. 30min bereits trocken und stinkt dann natürlich nach ausreichender Belüftung nicht mehr. Innen sowie hinten haben wir aber einen Buntlack in Hellgrau von Obi verwendet, der sogar spielzeugsicher getestet wurde. Dieser ist sehr günstig (ca. 9 Euro) und konnte für zwei Küchen verwendet werden - evtl. reicht es sogar für drei Küchen, da noch etwas übrig ist. Die andere Mama hat, soweit ich richtig informiert bin, alles Grau gestrichen - nur die Schranktür sowie Ofentür sind Rosa. Allerdings muss dieser gestrichen werden und kann - zumindest habe ich es nicht hinbekommen - nicht immer eine streifenfreie Oberfläche garantieren. Das geht nun mal mit einem Spray sehr viel einfacher.



Als Arbeitsfläche habe ich eine grau-weiße Marmorfolie bestellt, die ich auf das Holz geklebt habe. Das ging super einfach und hat eine große Wirkung! Von der Folie haben wir noch sehr viel übrig - ich glaube sogar noch so viel, dass es für eine weitere Küche reicht. Ihr seht also - wenn ihr euch zu Zweit zusammen tut, könnt ihr ggf. sogar noch viel günstiger eine Kinderküche pimpen!



Nun werden wir also jeden Tag fleißig verwöhnt:

Insgesamt habe ich, etwas über 100 Euro ausgegeben, was aber wie gesagt vor allem an der Pastellblauen Farbe lag. Sicherlich findet man da eine sehr viel günstigere Variante - siehe der hellgraue Buntlack. Dennoch ich bin sehr zufrieden mit meinem Werk und freue mich, dass es so gut angekommen ist. 
Eigentlich wollte ich auch noch eine Rückwand anbringen - das habe ich aber zeitlich nicht mehr geschafft.

Natürlich sollte er auch gleich ein paar Sachen zum Kochen und Backen bekommen. Aufmerksame Leser wissen ja, dass ich schon seit einiger Zeit dabei bin Sachen aus Filz zu nähen. Wenn ihr auf das Label "Kinderküche" klickt, findet ihr alle Beiträge.

Was sagt ihr zu dieser Umgestaltung? Lohnt sich für euch arbeitstechnisch und preislich diese Umgestaltung? Habt ihr vielleicht auch bereits eine Küche umgestaltet oder komplett selbt gebaut? Und was haben eure Kleinen zu Weihnachten bekommen?


Liebe Grüße

Dienstag, 13. Dezember 2016

Persönliche Nachricht vom Weihnachtsmann

Weihnachtszeit - die wohl schönste Zeit im Jahr. Besonders als Kind ist sie mit den vielen Traditionen für viele magisch. Ich erinnere mich gerne an die Zeit, an der ich noch an den Weihnachtsmann geglaubt habe. 


Zu gerne wollte ich ihn jedes Jahr sehen und war immer ein wenig enttäuscht, wenn wir ihn wieder nicht antrafen. Meistens war es so, dass meine Eltern angaben draußen den Weihnachtsmann am Himmel gesehen zu haben. Daraufhin bin ich mit meinen Geschwistern nach oben ans Fenster gestürmt und habe vergeblich auf den Weihnachtsmann gewartet - bis uns ein heller Glockenton aus unseren Träumen wieder in die Realität zurückversetzte. Das Glöckchen, das bedeutete, dass der Weihnachtsmann bereits da war und viele, viele Geschenke vorbeibrachte. Der traurige Moment ihn dieses Jahr wieder nicht gesehen zu haben, war jedoch dank des Geschenkehaufens schnell vergessen. 
Von Jahr zu Jahr wurden wir älter und während zunächst Zweifel an der Identität des Weihnachtsmanns auftauchten, wurde die Existenz später ganz klar abgestritten. Damit war Weihnachten zwar nicht vorbei und noch immer wunderschön - aber der Zauber von Weihnachten war fortan weg. Der Glaube an einen Weihnachtsmann war für mich einfach immer das Schönste und Besondere am Weihnachtsfest.
Als dann der erste Nachwuchs seitens meiner Geschwister mitfeierte, konnte man endlich wieder den Zauber von Weihnachten spüren. Wie sich die Kinder auf den Weihnachtsmann gefreut haben - zu niedlich. Letztes Jahr wollten wir eigentlich dann sogar einen Weihnachtsmann kommen lassen, der den Kindern und uns mit einem großen Sack die Geschenke bringen sollte. Unsere einzige Forderung war, dass es niemand von unserer direkten Familie sein sollte. Zum einen sollte keiner "fehlen", zum anderen befürchteten wir, dass diese pfiffigen Kinder das Spiel sonst zu schnell durchschauen würden. Also wurde im Freundeskreis und der Nachbarschaft rumgefragt, doch die Begeisterung hielt sich in Grenzen und so verbrachten wir auch das letzte Weihnachtsfest wieder ohne sichtbaren Weihnachtsmann. So wird es wohl auch dieses Jahr sein.
Wer wie wir keinen Weihnachtsmannanwärter kennt, aber dennoch nicht drauf verzichten möchte, wird aber vielleicht ja auch hier fündig. Das Weihnachtsmannbüro vermittelt innerhalb Deutschlands zum Nikolaus und zu Weihnachten fleißige Nikoläuse und Weihnachtsmänner. Das Ganze kostet aber - auch schon allein wegen evtl. langem Fahrtweg - ein bisschen. Und: Ich denke mal, dass die Wahrscheinlichkeit jmd. im städtischen Bereich zu finden deutlich höher ist als auf dem Lande. Ihr müsst also auch ein bisschen Glück haben, ob überhaupt jmd. bei euch in der Nähe wohnt, der für euch den Weihnachtsmann spielt.
Wer nicht fündig wird und dennoch seinen Kindern eine persönliche Nachricht vom Weihnachtsmann übermitteln möchte, wird vielleicht auf Portabler Nordpol, kurz PNP, fündig. Die Website bietet Videogrüße vom Weihnachtsmann an, die personalisiert werden. Ich habe die Seite neulich auf einem Blog gefunden und finde die Idee ganz süß und habe die kostenlose Version einfach mal mit einem Gruß an den kleinen König ausprobiert. Inwiefern die Premium Version Sinn macht, kann ich leider nicht beurteilen - da ich, schon allein, weil der kleine König mit nichtmal zwei Jahren noch zu jung ist, es (noch) nicht für sinnvoll halte. Solltet ihr sie aber ausprobieren - lasst es mich unbedingt wissen!

Eine andere Möglichkeit, die sicherlich viele von euch kennen, ist es einen Brief an den Weihnachtsmann bzw. das Christkind zu schicken und ihm seine Wünsche mitzuteilen. Wer bis zum 3. Advent den Stift zückt, kann sich dann auf eine Antwort freuen. Letztes Jahr trafen laut Deutscher Post allein in Himmelpfort 302.000 Briefe ein! Wahnsinn oder?


Wie sieht es bei euch aus? Lasst ihr eure Kinder an einen Weihnachtsmann oder ein Christkind glauben? Kommen diese persönlich vorbei? Oder schreibt ihr ihnen einen Brief? Oder wollt ihr - siehe oben - sogar eine Video-Botschaft übermitteln?


Liebe Grüße

Sonntag, 11. Dezember 2016

Bestimmt wird alles gut - ein Buchtipp

Wenn ich aktuelle Nachrichten lese, dann verspüre ich zunehmend Angst. Angst davor was aus dieser Gesellschaft geworden ist und wird. Die letzten Wahlergebnisse, ob in Deutschland, Europa oder über den großen Teich hinaus sind erschreckend und auch wenn jeder das Recht besitzt frei wählen zu dürfen, kann und will ich viele Meinungen nicht verstehen.
Wenn ich manche Kommentare höre, muss ich schlucken. Ich schüttel dann den Kopf und begreife es nicht, was für Gedankengänge andere Menschen haben können. Es macht mir Angst, wenn ich darüber nachdenke, in was für einer Welt mein Sohn aufwächst. In der wie im Dritten Reich eine Minderheit zum Sündenbock der Nation wird. In einer Welt, wo unsere Wegwerfgesellschaft wegen ein paar wenigen Menschen, die sich in einer Notlage befinden, völlig ausflippt. Integration - gescheitert. Aber es gibt doch noch Hoffnung oder?

Quelle: Klett Kinderbuch

Vielleicht, wenn wir bei den Kleinsten im Lande - den Kindern - anfangen. Wenn wir ihnen auf kindgerechte Art und Weise erklären, warum es so viele Menschen gibt, die flüchten müssen und nun bei uns und neben uns wohnen. Kirsten Boie hat dieses Thema in ihrem Buch Bestimmt wird alles gut aufgegriffen und versucht sich auf kindgerechte Weise dem Thema zu nähern, indem sie den Leser mitnimmt eine syrische Familie auf der Flucht nach Deutschland zu begleiten. Trotz des traurigen Schicksals schafft es Boie einen Einblick für Kinder ab 6 Jahren zu ermöglichen, der ihnen zeigt, was es heißt seine Heimat unter schrecklichen Bedingungen zu verlassen und gibt sich hoffnungsvoll was die Zukunft bringt.

Der Clue: Das Buch ist sowohl auf deutscher als auch auf arabischer Sprache vorhanden - und das alles in einem Buch. Der Text ist auf Deutsch und gleich darunter findet man den gleichen Text auf Arabisch übersetzt. So können beispielsweise auch betroffene Kinder das Schicksal Gleichgesinnter lesen und sich damit identifizieren, was in der Traumatherapie sicherlich nicht verkehrt ist. Gleichzeitig bietet sich das Buch an in der Schulklasse zu lesen und zu besprechen und anhand z.B. des kleinen Arabisch Wörterbuchs am Ende des Buches gleich auch Neues aus der "fremden" Kultur zu lernen.

Ich habe das Buch vor einigen Monaten zufällig entdeckt und war vom Thema sowie von der Aufmachung sehr begeistert und so habe ich es gleich zwei Kindern zum Schulanfang geschenkt. Gerade in Zeiten, wo es fast normal ist auch ein sogenanntes "Flüchtlingskind" in der Schulklasse zu haben (Das hört sich so nach Zirkusattraktion an, was natürlich nicht mein Ziel ist!), finde ich es gut und wichtig die Klasse darauf vorzubereiten, um ggf. Vorurteile etc. präventiv einzudämmen.


Kennt ihr das Buch? Kennt ihr noch andere Bücher, die das Thema kindgerecht behandeln? Wie bringt ihr euren Kindern das aktuell sehr brisante Thema näher?


Liebe Grüße

Samstag, 10. Dezember 2016

Fenstergestaltung mit Kreidemarker

Weihnachten ist die Zeit der Dekoration - zumindest hier werden unzählige Dekorationsartikel jedes Jahr herausgekramt, die sich von Jahr zu Jahr vermehren. Ich liebe einfach die Weihnachtszeit und ihre Dekorationsvielfalt. Oft kaufe ich die Dekoartikel sogar nach Weihnachten, um Rabatte zu erhalten und um mich im kommenden Jahr daran zu erfreuen. Bisher belief sich die Dekoration jedoch darauf unsere Kommoden und Fensterbänke zu schmücken. Dieses Jahr kam mit einem Schwung Kissenhüllen von H&M Home auch endlich Weihnachtsstimmung auf dem Sofa an. Und: Ich hab zum ersten Mal unsere Fenster geschmückt - auf eine ganz einfache und kreative Weise: Mit Kreidemarkern. Wer mir auf Instagram folgt, durfte auch schon vor einigen Tagen meine ersten Versuche ansehen. Da wir riesige Fensterflächen haben, aber nicht überall den schönsten Ausblick, schreien sie förmlich danach verziert zu werden :D.


Entdeckt habe ich sie auf dem Blog meiner ehemaligen Scrapbook Werkstatt Designteamkollegin Heidi. Ich war total fasziniert und bin gleich losgezogen, um die tollen Marker zu besorgen, die es mittlerweile, so kam es mir vor, in jedem guten Schreibgeschäft gibt. Meine habe ich z.B. bei Karstadt gekauft. Es gibt sie in unterschiedlichen Stärken und es macht durchaus Sinn hier verschiedene Stärken zu kaufen. Auch die Farbwahl ist groß - ich persönlich präferiere jedoch ein schlichtes Weiß und habe mir deswegen keine farblichen Stifte gekauft. Vielleicht werde ich nächstes Jahr aber auch mal Rot und Grün zum Einsatz bringen.


Mit der Flüssigkreide auf Wasserbasis können - mit oder ohne Vorlage - wunderschöne Sachen auf Fenster, aber auch anderes Glas, Tafeln etc. gemalt werden. Das Tolle: Sie ist mit Wasser leicht wieder abwaschbar, so dass ihr, wenn ihr euch vermalt habt oder euch das Motiv nicht mehr gefällt, schnell wechseln könnt. Somit eignen sich Kreidemarker also auch wunderbar dafür gemeinsam mit den Kindern die Fenster zu verzieren. Von ganz nah (siehe zweites Bild) sieht es zwar nicht immer wunderschön aus (oder ich hab mich einfach doof angestellt) - das fällt aber von Weitem kein bisschen auf. Gerade wenn es dunkel wird (siehe erstes Foto) wirken die Motive total harmonisch. Das mag aber auch daran liegen, dass wir einen etwas "unruhigen" Ausblick tagsüber haben, der vom Bild ablenkt ;-).

Ich selbst habe meine Bilder Freihand gemalt. Ich hatte mir zunächst zwar selbst Motive auf Papier gemalt und hinter die Fensterscheibe geklebt (also von außen), kam aber damit nicht gut zurecht, da aufgrund der dicken Scheibe sich die Perspektive bei jeder Bewegung änderte und mich nur irritierte. Wer sich aber ohne Vorlage zu unsicher ist oder meint nicht künstlerisch begabt zu sein, dem kann ich dieses Vorlagenbuch, passend zu Weihnachten, empfehlen. Die Motive sind wirklich wunderschön, was ich bisher gesehen habe - und wer genauer hinsieht, merkt schnell, dass meine Motive daran anlehnen. 
In den nächsten Tagen werde ich unten noch Häuser hinzufügen - wollte aber euch schon mal einen ersten Einblick gewähren, um ggf. noch die eine oder andere von euch inspirieren zu können bevor die Weihnachtszeit auch schon wieder vorbei ist :-). 


Kennt ihr bereits Kreidemarker zur Fenstergestaltung oder habt sie bereits ausprobiert? Habt ihr andere Ideen wie man Fenster weihnachtlich schmücken kann? Welche Dekosachen dürfen sonst noch bei euch zu Weihnachten keinesfalls fehlen?


Liebe Grüße