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Sonntag, 15. März 2015

Bevor ich Mama wurde...

Ein Leben mit einem Kind kann man sich evtl. ein wenig vorstellen: Man träumt davon wie man das Kind erzieht (und natürlich aaaalles richtig macht und das Kind IMMER artig ist - na klar :D!), wie man mit ihm Spaß haben kann usw. Man kann viel lesen - dank Blogs, Büchern und Internetseiten sowie Geburtsvorbereitungskursen, kann man viel lernen, aber: Letztenendes kommt es eh ganz anders als gedacht.

Bevor ich Mama wurde, habe ich gedacht, dass ...
 
... ich nach der Geburt wieder topfit bin
Ich stellte mir vor, dass ich - wenn ich keinen Kaiserschnitt haben würde - gleich wieder topfit bin. Schließlich hatte ich auch in der Schwangerschaft nicht wirklich viele Beschwerden. Wochenbett - ach was. Rumliegen - das brauche ich nicht. Denkste! 2-3 Wochen ging es mir #!f*!. Jede Bewegung tat weh. Zudem hatte ich auch schön - zum Glück nur 1-2 Tage - einen Baby Blues (sagt man das so?): Wegen jeder Kleinigkeit habe ich geheult und war einfach überfordert.

...der Bauch ein paar Tage nach der Geburt ansatzweise wie vorher aussieht
Ja ne. Ich sah noch immer einige Tage nach der Geburt sehr schwanger aus und war sehr irritiert. Dass der Bauch bzw. die komplette Figur nicht gleich wieder wie ein Topmodel aussah (nicht, dass er das jemals ansatzweise tat ^^) war mir klar, aber ich fühlte mich, als würde ich in kürzester Zeit ein zweites Kind austragen. Mittlerweile weiß ich, dass das normal ist - schließlich habe ich ja nicht per geplanten Kaiseschnitt mein Kind einige Wochen eher geholt wie manch ein Promi *hust*. Dennoch freue ich mich auf den Moment, wenn ich wieder in meine Pre Schwangerschaft Jeans passe - denn nach fünf Wochen ist mein Becken leider immer noch zu breit und so laufe ich weiter in meinen Umstandshosen und Leggings rum ;-).


Das Foto entstand ca. 1,5 - 2 Wochen nach der Geburt. Unser erster längerer Spaziergang, der übrigens noch viel zu anstrengend für mich war - auch wenn man das hier nicht sieht.

... ich mit etwas weniger Schlaf gut zurechtkomme
Da ich auch vor der Schwangerschaft immer eher wenig geschlafen habe, bin ich davon ausgegangen, dass mir der immer beschriebene Schlafmangel junger Eltern nichts ausmachen würde. Würde ich es vielleicht mal schaffen, früh einzuschlafen, wäre das wohl auch kein Problem. Da ich es aber selten vor Mitternacht ins Bett schaffe - egal wie müde ich bin - haben auch mich die nächtlichen "Ruhestörungen" die ersten Tage "wahnsinnig" gemacht. Mittlerweile schaffe ich es immerhin oft um 23:00h schon einzuschlafen und zudem wird der Kleine auch gar nicht mehr sooooo oft nachts wach bzw. war von Anfang an recht human mit uns :-P

... ich nicht ganz so unsicher bin - schließlich habe ich Erfahrung mit Babys und Kindern
Denkste! Ich war am Anfang unsicher wie nie zuvor. Obwohl ich schon auf zig Babys und Kinder aufgepasst habe, war es dieses Mal anders. Plötzlich habe ich die Verantwortung für ein kleines süßes Wesen und kann sie nicht mal eben wieder abgeben. Wenn ich ein "fremdes" Kind einmal falsch halte, mag das nicht gravierend sein. Wenn ich aber mein eigenes Kind, was immer bei mir ist, falsch halte, sieht das schon anders aus.

... das Stillen easy peasy ist und gleich super funktioniert
Und ja mittlerweile ist es beinahe easy peasy, aber... es war ein schmerzvoller Weg. Ich hatte die ersten Tage teilweise panische Angst vor der nächsten Mahlzeit, weil jedes Andocken höllisch weh tat und ich heulend neben dem Kind lag - nicht gerade fördernd in dieser Situation! Ebenso war ich fest davon überzeugt, dass ich nicht genügend Milch hatte, was den Milchspendereflex nicht auslöst, wenn man sich so stresst. Ein Teufelskreis!

... ich sicher regelmäßig zum Bloggen komme / etwas schaffe, schließlich schlafen Neugeborene ja noch soooo viel
Ätsch! Wieder falsch gedacht. Richtig ist zwar, dass er viel schläft - vorzugsweise aber auf dem Arm. Sobald wir ihn in seine Wiege ablegen, geht das Gebrüll los. Somit liegt er gerade auch auf meinem Bauch, während ich hier versuche zu tippen. Hat jemand für mich ein tolles Video für Tragetechniken mit dem Tragetuch? Wir haben hier zwar eins, aber irgendwie wirkt das alles noch so unstabil, wenn ich ihn reinlege, dass ich mich das bisher nicht traue, damit rumzulaufen.

... meine Klamotten bzw. eher Papas (gut so!) sooo häufig sämtliche Flüssigkeiten des Babys magisch anziehen
Okay zugegeben, ...ja, dass man gerade bei Jungs beim Wickeln gut aufpassen muss, weiß ich spätestens nachdem mein Neffe mich einmal schön angepinkelt hat, aber nun beim täglichen Wickeln öfter mal mit dieser Situation konfrontiert zu werden, erfordert eine gute Reaktionsfähigkeit :D. Ebenso hätte ich nicht gedacht, dass Babys so weit kackern können (gut, dass Papa da stand...) und sooooo viel spucken können. Lieber Sohn, verzeihe mir, dass ich gerade sämtliche intime Flüssigkeiten von dir beschreibe, aber...hey, du bist ganz normal.

... so viele Leute einem zur Geburt gratulieren und einen bzw. das Baby beschenken
Klar, von Familie und Freunden erwartet man Glückwünsche und auch wenn ich hier auf meinem Blog schreibe, dass ich Mama geworden bin, rechnet man mit ein paar Glückwünschen. Aber dann kamen da noch so viele schöne Geschenke sowohl von Familie und Freunden, als auch von mir eher unbekannten Leuten (Freunde meiner Eltern etc.), mit denen wir wirklich nicht gerechnet haben. Und sogar einen Blumenstrauß kam hier überrasschend per Post an:


Vielen Dank an die Firma Pixum, die mich mit diesem Blumenstrauß überraschte - ich habe mich sehr gefreut.

... Ausflüge mit Baby so viel komplizierter sind
Wir waren vor einigen Tagen das erste Mal in Hamburg. Plötzlich waren wir auf Aufzüge angewiesen, die man a) erstmal finden muss und b) davor erstmal warten muss, bis die zwei Kinderwagen mit ihren Muttis vor uns den Aufzug genutzt haben. Und dazu kommt natürlich noch, dass Babys gerne nochmal die Windel vollhauen, wenn sie gerade ihren Winter Overall anhaben und wir los wollen ;-).


Ich denke, dass ich diesen Satz "Bevor ich Mama wurde, dachte ich, dass ..." noch sehr sehr häufig in den nächsten Jahren vervollständigen kann, aber natürlich ist es auch interessant eure Seite kennenzulernen:


Was war für euch als Mama und Papa neu oder unerwartet? Was hättet ihr euch vor eurer neuen Rolle niemals gedacht?


Liebe Grüße


Dienstag, 27. Januar 2015

DIY Babybauch Fotos

Erinnert ihr euch noch an den Artikel über Babybauchfotos? Noch immer bin ich der Meinung, dass es kaum schönere Erinnerungen an die Schwangerschaft gibt.

Wer sich einen professionellen Fotografen jedoch nicht leisten kann, sich in rein intimer Atmosphäre wohler fühlt, keine Zeit für ein Photoshooting findet oder was auch immer der Grund ist der gegen ein professionelles Babybauchshooting spricht, kann mit sehr einfachen Mitteln seine eigenen Bauchfotos zu Hause machen.
So haben wir vor wenigen Tagen Babybauchfotos zu Hause gemacht, von denen ich euch heute eins - jetzt wird's doch etwas privater - zeigen möchte und euch erklären möchte wie schnell es geht solch ein Foto nachzumachen. Ganz ohne professionelles Fotozubehör.


Was ihr braucht
- ein lichtspendendes Fenster (wird wohl irgendwo aufzutauchen sein ^^)
- natürlich eine Kamera, Blitz ausstellen
- wenn möglich ein Stativ, sonst irgendwo sicher aufstellen
- wenn möglich einen Fernauslöser: Wenn nich vorhanden, fragt ihr eine dritte Person oder nutzt den meist vorhandenen 3sek/10sek Selbstauslöser an der Kamera
- Bearbeitungssoftware auf dem PC (ein kostenloses Programm wie Gimp reicht dazu völlig!)

Das "Geheimrezept" dieses Fotos ist Gegenlicht. Die abgelichtete Person bzw. die Personen müssen sich bei Tageslicht vor das Fenster stellen, während die Kamera gegen das Licht fotografiert. Das Foto ist so schon "von Natur aus" recht dunkel und erzeugt Schattenfiguren. Allerdings kann man diese noch mit wenigen Schritten am PC verstärken. Zunächst solltet ihr sie schwarzweiß färben, damit keine Farbflächen mehr vorhanden sind. Anschließend müsst ihr die Tonwerte korrigieren, indem ihr die dunklen sowie sehr hellen Stellen verstärkt (also an den beiden Reglern spielt). Und schwupps ist euer bearbeitetes Foto "fertig" und macht sich super im Bilderrahmen an der Wand :-). Und PS: Solche Fotos sehen übrigens natürlich auch NACH der Geburt mit dem Nachwuchs zusammen wunderbar aus ;-).
Da das Bildbearbeitungsprogramm Gimp kostenlos ist, möchte ich euch für dieses noch schnell die Einstellungen da lassen (ich selbst habe mit Photoshop gearbeitet):
Farbe -> Entsättigen: Um das Foto schwarzweiß zu bekommen
Farbe -> Werte: Um eben noch mehr dunklere und hellere Stellen zu erzielen


Habt ihr diese Idee schon mal umgesetzt? Welche DIY Ideen / Tricks kennt ihr noch, um in den eigenen vier Wänden tolle Bauchfotos zu machen?


Liebe Grüße

Mittwoch, 19. November 2014

Babybauch Fotografie - eine wunderbare Erinnerung aus der Schwangerschaft

Neun Monate (bzw. zehn Monate), die für immer dein Leben ändern. Neun bzw. zehn Monate, die der Anfang einer wunderbaren Zeit sind. Monate, in denen du dich intensiv auf deine neue Rolle vorbereiten kannst. 
Am Anfang geht alles noch so langsam voran - es passiert ja auch nichts Großartiges: Der Bauch ist noch klein, den Bauchzwerg spürt man noch nicht und außer Beschwerden (zumindest bei einigen) hat man keine Anzeichen und fühlt sich überhaupt nicht schwanger - so ging es mir jedenfalls. Doch irgendwann befindest du dich am Ende deiner Schwangerschaft und alles geht so wahnsinnig schnell. Von einem Tag auf den anderen ist dann dein kleiner Liebling da, der Bauch verschwindet (zumindest etwas ^^) und du kannst dir gar nicht mehr vorstellen, wie dieses Baby jemals in deinen Bauch gepasst haben soll. Und schon ist das Kind da, fragst du dich: Warum habe ich damals eigentlich nichts/kaum etwas aufgeschrieben oder fotografisch festgehalten.

Die Schwangerschaft ist eine besondere Zeit, die man für immer in Erinnerung behalten möchte. Viele Paare fotografieren wöchentlich ihren wachsenen Bauch. Doch wer nicht unbedingt ein fotografisches Händchen hat, kann schnell enttäuscht werden - werden die Fotos nicht so, wie man es so oft sieht, wenn man Babybauch und Fotografie im Internet sucht. So geht es mir zumindest - wenn ich meine wöchentlichen Bauchupdates fotografiere. Zumal sich die Pärchenfotos der werdenen Eltern als schwierig gestalten - möchte man diese ja nicht mit dem berühmten "Selfie-Arm" machen oder stundenlang vor dem Selbstauflöser rumhopsen bis endlich mal ein vernünftiges Bild entsteht. 

Neben der Privatfotografie hat man aber auch die Möglichkeit einen Fotografen aufzusuchen, der nicht nur später dein Neugeborenes in Szene setzen kann, sondern auch deine Bauchmomente wunderbar festhalten kann.
Meine Leserin Eileen, zur Zeit schwanger, hat dies auch getan und hat sich zusammen mit dem werdenen Vater vor die Kamera einer Fotografin gestellt und hat mir angeboten diese auf meinem Blog zu zeigen. Vielen, vielen Dank dafür!
Fotos: Christina Opeldus

Die witzigen Fotos sind neben anderen sehr privaten Fotos beim Shooting entstanden, was Eileen jeder Schwangeren nur empfehlen kann.

Wir haben diese Fotos bisher wie gesagt noch nicht gemacht und machen wöchentlich Fotos zu Hause. Ärgern tue ich mich aber manchmal schon, weil ich meist mit dem Resultat nicht zufrieden bin. Eigentlich wollte ich damit später ein Stop Motion Video machen (schaut euch unbedingt mal dieses Video an), aber das wird leider nichts mehr :-(. Vielleicht beim zweiten Kind...

Habt ihr auch professionelle Fotos in eurer Schwangerschaft gemacht? Oder habt ihr einfach selbst die Fotos gemacht? Oder vielleicht auch gar keine?


Liebe Grüße

PS: Wie Eileen dürft ihr mir SEHR gerne Artikelvorschläge und Material schicken. Mamischnack soll wie bereits erwähnt ein Blog zum Austauschen von Eltern sein. Schaut einfach mal hier vorbei oder schreibt mir gleich eine E-Mail. Bitte habt aber Verständnis, wenn ich nicht sofort antworte.

Montag, 13. Oktober 2014

Carriwell - das Stützband für Schwangere + Gewinnspiel

Vor kurzem wurde ich gefragt, ob ich das Carriwell Stützband für Schwangere testen möchte. Da ich ja selbst gerade schwanger bin und den sechsten Monat erreicht habe, sagte ich gleich zu und darf euch nun das Band vorstellen und sogar eins verlosen :-).

Bevor ich euch mein Testergebnis verlaute, mal ein paar Hintergundinformationen:

Laut Hersteller soll das Stützband Schwangeren dabei helfen den Rücken zu entlasten und zu wärmen.
Den elastischen Schlauch gibt es in den Größen S, M, L und XL sowie in den Farben Schwarz und Weiß. Der Preis liegt bei ca. 13 Euro.
Da ich normal 38/40 trage, habe mich für Größe M entschieden - dabei half mir die Tabelle auf der Website des Herstellers.

Und nun das Urteil:
Beim Anziehen bemerkte ich gleich, dass es recht eng geschnitten ist und musste mich nochmal vergewissern, ob ich tatsächlich Größe M zugeschickt bekommen habe und nicht Größe S. Richtig hingezupft, bemerkt man aber gleich, dass es super stützt und mit etwas vorher Dehnen wirkt es auch nicht mehr so eng. Aber keine Angst, auch wenn es erstmal "eng" wirkt, der Stoff am Bauch ist viiiiiel dünner - das Baby kann also nicht "zerdrückt" werden. Nur ganz unten, an der Seite und hinten ist der Stoff fester - eben da, wo das Band stützen soll. Ist ja auch irgendwie verständlich, dass es da dann nicht schlabbern soll - für mich aber erstmal ungewohnt. Wer es jedoch nicht ganz so fest anliegend mag, sollte vielleicht lieber eine Größe größer nehmen.


Was toll ist: Durch den festeren Stoff unten (sieht man etwas im Bild) wirkt es tatsächlich auch wärmend, was gerade im Winter wohl angenehm ist. Da ich im Dezember, Januar und Februar ja (hoch)schwanger bin - ist es so perfekt für mich :-).

Ob es tatsächlich auch den Rücken entlastet, werde ich in den kommenden Monat sehen. Das war bisher nämlich nicht zu merken. Ich bin auf jeden Fall gespannt.

Fazit:
Für den Preis ist es meiner Meinung nach wirklich in Ordnung. Einziger Minuspunkt ist wie gesagt das zunächst "enge Gefühl" beim Tragen - ggf. sollte man also eine Nummer größer kaufen.


Gewinnspiel
Da ich zwei Bänder erhalten habe, möchte ich eins gerne verlosen - damit ihr selbst euer Urteil fällen könnt.. Es ist das schwarze Bauchband in Größe M!  
 
Wer ein Bauchband in Größe M von Carriwell gewinnen möchte, hinterlässt bitte einen Kommentar und erzählt mir für wen das Band ist.
Zusatzlose gibt es für
- Leser meines Blogs sein (GFC, Bloglovin' oder Blog-Connect)
- Gefällt mir drücken meiner Facebook Seite
- Öffentliches Teilen des Artikels auf Facebook oder eurem Blog (Link hinterlassen)
Bitte immer alles angeben! 
Teilnehmer müssen
- mindestens 18 Jahre alt sein
- Wohnsitz in Deutschland haben
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen!
Teilnehmen könnt ihr bis einschließlich 26.10.2014
Der Gewinner wird auf meinem Blog bekannt gegeben und muss sich anschließend bei mir via E-Mail melden - ich kontaktiere den Gewinner NICHT! 


Vielen Dank an Carriwell.



Kennt ihr bereits das Carriwell Stützband? Wie ist euer Urteil? Habt ihr eure gängige Größe genommen oder lieber eine Größe größer?


Liebe Grüße

Dienstag, 16. September 2014

Schwangerschaft festhalten - das etwas andere Erinnerungsbuch

Monatelang trägt man während der Schwangerschaft ein kleines Wunder mit sich. Monat für Monat verändert sich der Körper einer schwangeren Frau - zunehmend verändert sich ihr Leben und das des Partners. Momente, die man festhalten sollte - für sich, aber auch für das Kind später. Denn schneller als einem lieb ist, hat man den Großteil dieser Momente vergessen.

Heute möchte ich euch deswegen anregen eure Schwangerschaft (und natürlich auch die weiteren Jahre mit Kind!) festzuhalten - egal ob ihr aktuell schwanger seid oder im Nachhinein noch Erinnerungen nachtragen wollt. Denkt dran - in einigen Jahren werdet ihr euch nicht mehr so gut dran erinnern.
Als ich geboren wurde (1987) war es noch nicht üblich zig Ultraschallbilder zu bekommen und auch habe ich - bis auf die Aufzeichnungen im Mutterpass und den Erinnerungen im Kopf meiner Eltern - keinerlei Informationen über die Schwangerschaft mit mir oder meiner Geburt. Leider - denn ich hätte schon sehr gerne ein paar mehr Ultraschalls von mir gesehen, Informationen erhalten wie es meinen Eltern ging - wie der Bauch gewachsen ist etc. Vieles vergisst man einfach mit der Zeit - auch wenn man das am Anfang vielleicht noch nicht wahrhaben möchte. Wie gerne hätte ich jetzt ein Tagebuch, indem alle Gefühle etc. aufgeschrieben sind. Wie gerne hätte ich jetzt verglichen wie es meiner Mutter zur gleichen Zeit ging.

Heute ist es anders - drei Ultraschalls sind in der Schwangerschaft Pflicht - die meisten Ärzte machen diese jedoch weitaus häufiger. So auch meine Ärztin - die alle vier Wochen Ultraschall macht und mir jedes Mal mindestens ein Bild in die Hand drückt. Ich freue mich darüber sehr - vor allem, wenn man das kleine Wunder noch nicht spürt (mittlerweile tue ich das) und keine Beschwerden hat  - ja sich absolut unschwanger fühlt - ist dieses kleine Bild einfach unheimlich wichtig. Mittlerweile - heute in der 19. Woche angekommen - habe ich bereits neun Bilder :-). Ich kann also alleine mit den Ultraschalls schon ein eigenes Album füllen.

Auch ist es wesentlich einfacher für die werdenen Eltern geworden das Leben vor dem Kind festzuhalten - im Zeitalter der digitalen Fotografie können mal schnell Bauchfotos, Paarfotos, Einkaufsfotos von Dingen fürs Kind usw. dokumentarisch festgehalten werden. Ein Hoch auf das digitale Zeitalter!

Tja, nur das Schreiben...das müssen wir noch per Hand oder am PC - so wie früher. Auch wenn ich bisher noch wenig aufgeschrieben habe, versuche ich denn noch die einen oder anderen Details aufzuschreiben - wenn ich mir Sorgen mache, wie groß das Kind ungefähr ist - all die kleinen Informationen, die man während dieser zehn Monate erlebt. Manchmal weiß ich auch nicht, was ich aufschreiben soll - aber dann denke ich an mich - die sich so etwas gewünscht hätte. Vielleicht geht es meinem Kind später auch so - vielleicht möchte es auch alles über seine Schwangerschaft erfahren.

Natürlich kann man sich ein vorgefertigtes Album kaufen - es gibt mittlerweile wirklich schöne Alben mit tollen Fragen rund um die Schwangerschaft. Der Vorteil dieser Alben ist ganz klar, dass sie enorm viel Zeit sparen, da man die Fragen einfach nur ausfüllen muss und dass sie wichtige Informationen/Fragen bereits beinhalten - ohne sich vorher Gedanken darüber zu machen, ob man wichtige Dinge vergessen hat. So wird beispielsweise auch gefragt, wann Mama und Papa sich denn kennengelernt haben und und und...

Was mir jedoch fehlt, ist die Freiheit zu bestimmen wie viel Platz ich für bestimmte Dinge einplane. Das war für mich ein Grund mein eigenes Album anzufertigen - zumal ich hier auch das Layout ganz nach meinen Wünschen gestalten kann. Dazu fertige ich sogenannte digitale Scrapbooking Layouts am PC an. Mit kostenlosen Programmen wie Gimp und heruntergeladenen Scrapbooking Artikeln (z.B. hier) geht das ganz leicht. Nach der Schwangerschaft kann ich die Fotoseiten einfach bei einem Fotobuchhersteller hochladen und als Fotoalbum ausdrucken - schwupps ist mein Fototagebuch der Schwangerschaft fertig :-). Und wer möchte, kann es problemlos gleich zweimal - fürs Kind und für sich selbst - ausdrucken.

Wer nicht gerne am PC arbeitet, kann auch das "traditionelle" Scrapbook mit Schere, Kleber und Papier erstellen. Tolle Produkte dafür findet ihr z.B in der Scrapbook Werkstatt.

Jetzt stelle ich mir aber tatsächlich die Frage, ob ich neben Mama-Papa-Kennenlerngeschichte, Mama-Papa-Gefühle, Ultraschalls, Bauchfotos, Namenswahl und Shoppingausbeute etwas vergessen habe, was unbedingt noch ins Album muss und ich würde mich freuen, wenn ihr mir dabei mit euren Ideen helfen könntet.


Wer von euch hat ein Schwangerschaftserinnerungsalbum geführt oder führt es? Habt ihr ein gekauftes Album oder ebenfalls ein eigenes Erinnerungsalbum angefertigt?
Welche wichtigen Fragen/Informationen zum Ausfüllen tauchen in euren Alben - egal ob gekauft oder selbstgemacht - auf?


Liebe Grüße

Freitag, 12. September 2014

Die Sorgen einer Schwangeren oder: Warum wir als Patienten mitdenken müssen

Diejenigen, die bereits ein Kind haben oder aktuell wie ich (18. Woche) schwanger sind, kennen diese Sorgen sicherlich: Mindestens einmal in der Schwangerschaft ist es oder wird es wohl zu einem Moment kommen, in dem man sich große Sorgen ums Kind macht. Mal wird einem gesagt, dass das Kind einen schweren Herzfehler hat, mal, dass es nicht überlebensfähig ist (und dann später kerngesund!) und mal wird man falsch behandelt... Bei mir war das die letzten Wochen, Tage der Fall - auch ein Grund, warum es hier stiller wurde.

Vor einigen Jahren wurde bei mir eine Schilddrüsenerkrankung (Hashimoto Thyreoiditis) festgestellt. Die autoimmune Erkrankung ist eigentlich nicht schlimm, wenn man sie mit Tabletten behandelt. Ohne kann man durch die resultierende Schilddrüsenunterfunktion Symptome wie Konzentrationsschwächen, Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Depressionen, Gewichtszunahme, Eisenmangel etc. haben - bei jedem Erkrankten prägen sich diese Symptome unterschiedlich stark aus. Mir ging es seit ca. 2002 schlecht - aber immer nur wurden einzelne Symptome bekämpft. Es war eine zeitlang so schlimm, dass ich kaum Luft bekommen habe, sobald ich mich "angestrengt" habe. Ich habe damals Tränen in den Augen gehabt, als mir gesagt wurde, dass ich kein Asthma habe - weil ich weiter in Ungewissheit leben musste, warum ich so schwer Luft etc. bekommen habe. Damit ihr euch das vorstellen könnt: Mein Laufen im Sportunterricht sah so aus, dass neben mir jmd. schnell gehen konnte - und ich war danach völlig aus der Puste! Ich wurde dann mit Eisentabletten behandelt - leider sind schlechte Eisenwerte auch nur ein Symptom der Schilddrüsenerkrankung und die anderen Symptome blieben natürlich.
Erst 2010 wurde bei mir zufällig Hashimoto Thyreoiditis erkannt - bin mir aber ziemlich sicher, dass ich das seit ca. 2002 habe. Jeden Morgen darf ich seitdem L-Thyroxin einnehmen. 
Da es mir aber zu dem Zeitpunkt nicht sooo schlecht ging, habe ich das Ganze ehrlich gesagt nicht sehr ernst genommen. Es war nur mein Körper und mir mehr oder weniger egal - vielleicht auch, weil ich jahrelang Symptome hatte, mir nicht geholfen werden konnte und eh schon daran gewöhnt war.

Wie auch immer, ich musste Anfang des Jahres von vorne mit der kleinsten Dosis beginnen. Zum Zeitpunkt, als ich im Juni mein positives Schwangerschaftsergebnis in den Händen hielt, war mein TSH Wert etwas schlechter als er sollte. Dazu muss man sagen, dass es heißt, dass Frauen mit Schilddrüsenerkrankungen wohl schwieriger schwanger werden - bei mir war das nicht der Fall. Zumindest waren bisher schon zwei Ärzte darüber erstaunt, dass ich so schnell schwanger geworden bin.
Seit meiner Schwangerschaft nehme ich das Thema sehr sehr ernst - schließlich trage ich jetzt nicht nur Verantwortung für mich selbst, sondern auch für mein Kind. Ich habe nie eine Tablette vergessen (und ich vergaß zuvor gerne Tabletten) und machte mir große Sorgen und Vorwürfe, dass ich es vorher nicht ernst genommen habe - schließlich wollten wir ja ein Kind haben.
In den ersten Wochen bin ich öfter zu meinem Hausarzt gegangen, der meine Schilddrüse behandelt. Ich machte mir Sorgen um den TSH Wert und darüber wie oft ich kontrolliert werden müsse, da ich gehört hatte, dass man bei einer Schilddrüsenerkrankungen öfter kontrolliert werden müsse - da der TSH Wert in der Schwangerschaft steigt. Auch machte ich mir Sorgen, weil man mit einer Schilddrüsenerkrankungen kein Jod einnehmen sollte, dass aber ja für die Schwangerschaft immer gerne verschrieben wird. Sowohl Hausarzt als auch meine Frauenärztin beruhigten mich und meinten, es würde reichen alle drei Monate kontrolliert zu werden. Laut Hausarzt könne ich sogar bedenkenlos Jod einnehmen, wäre aber nicht nötig.
Dennoch ging ich nach einem Monat hin (hatte am Tag meines positiven Ergebnis die Dosis erhöht) und hatte einen guten Wert. Ich freute mich, machte mir aber weiter Gedanken. Ich sagte wieder, dass ich doch bald wieder kontrolliert werden müsse - nein, alle drei Monate würde reichen.
Nach ca. 1,5 Monaten ging es mir schlecht - da war ich ca. in der 15. Woche. Ich hatte vorher keine Beschwerden und war plötzlich müde und antriebslos. Ich vermutete sofort die Schilddrüse und ging zum Frauenarzt, da sie meinte, sie würde die Untersuchung das nächste Mal übernehmen. Ich erzählte ihr noch meine Sorgen, was sie aber mit anderen Veränderungen begründete. Eine Woche nach der Untersuchung rief ich an, weil ich nur für mich den Wert wissen wollte. Der TSH Wert ist auf 8,5 gestiegen - die freien Werte (auch nicht ganz unwichtig), waren glücklichweiser im Normalbereich. Aber...8,5 war VIEL zu hoch. Normal ist unter 4 - in der Schwangerschaft sollte der Wert unter 2 sein.... und ich wurde NICHT angerufen. Ich habe am Telefon fast geheult, bekam kein Wort raus - so geschockt war ich. Ich rief sofort meinen Hausarzt an, der mir sofort eine höhere Dosis verschrieb, mir aber sagte, dass ich keine Angst haben sollte. Dennoch - sie war da. Die Angst, um das ungeborene Kind. Es kann immer etwas passieren - aber einige Sachen, wie Entwicklungsstörungen durch die Schilddrüse, können verhindert werden! 
Ich ging nochmal zum Frauenarzt, um mit ihr zu reden und machte für den gleichen Tag einen Termin beim Endokrinologen (Facharzt für die Schilddrüse) aus - ich vertraute den Aussagen meines Hausarztes bzw. Frauenarztes bzgl. der Schilddrüse nicht mehr. Meine Frauenärztin war weiter der Meinung, dass alles in Ordnung sei - ich wäre ja sonst auch nicht schwanger geworden etc. (so hoch war der Wert da aber nicht und zwischendurch war er eben auch unter 2.... - das Optimum). Mal abgesehen davon, dass der Wert auch weiter steigt.... Hätte ich nicht angerufen, hätte ich den Wert beiläufig beim nächsten Termin - nächste Woche - erfahren. Bis dahin wäre der Wert weit über 10 gestiegen, was evtl. Schäden am Kind verursacht hätte... 
Der Endokrinologe war von den Werten alles andere als begeistert und verschrieb mir gleich noch eine höhere Dosis, die ich noch am selben Tag beginnen sollte! Ich soll nun alle vier-fünf Wochen zur Kontrolle kommen. Ich solle mir zwar keine Sorgen machen, dass bereits etwas passiert sei, aber er meinte, dass Werte ab 10 wirklich gefährlich fürs Kind sein können - mal abgesehen davon, dass sie auch für meinen Körper schlecht sind. Wie bereits oben geschrieben: Hätte ich nicht angerufen, wäre der Wert jetzt schon längst über 10... Außerdem sagte er, dass ich bloß kein Jod extra einnehmen solle - was ich glücklicherweise auch nicht getan habe.

Dann habe ich diese Woche noch erfahren, dass zu viel mg Folsäure einnehme - ansich ist die Dosis für Schwangere geeignet, aber man sollte sie, wenn man sie länger als 3 Monate nimmt (ich bin im 5. Monat), wohl zusammen mit Vitamin B12 und B16 einnehmen - da diese Tabletten B12 und B16 vermindern (was aber nicht auf dem Beipackszettel drauf steht...). Dass hat mir die Frau in der Apotheke leider nie gesagt... Auch hier solle ich mir erstmal keine Sorgen machen - aber das ist so einfach gesagt. 

Mir ist bewusst, dass ein normaler Hausarzt und eine Frauenärztin nicht alles über die Schilddrüse wissen müssen, wie es ein Endokrinologe tut. Es ist mir bewusst, dass Ärzte in erster Linie auch nur Menschen sind, die auch Fehler machen können. Dennoch machen mich solche Dinge wütend und vor allem führen sie zu unnötigem Stress - den man ja soooo gut in der Schwangerschaft gebrauchen kann...

Ich habe lange überlegt, ob ich darüber hier etwas schreibe - aber: Ich möchte mit diesem Blog ja nicht nur euch schöne Dinge zeigen. Viel mehr ist es mir wichtig euch anzuregen mitzudenken. Sprich - egal ob ihr eine Erkrankung der Schilddrüse habt oder nicht - lasst eure Schilddrüse vor allem in der Schwangerschaft kontrollieren! Sie gehört - auch wen das viele nicht wissen - zu den wichtigsten Organen des menschlichen Körpers! Aber noch immer wird dies bei vielen nicht kontrolliert. Sobald euch etwas komisch vorkommt, fragt nach und hört auf euer Bauchgefühl. Ich bin wirklich soooooo froh, dass ich die Schilddrüse untersucht habe, obwohl Hausarzt und Frauenärztin der Meinung waren, dass ich das nicht so oft kontrolliert haben muss.

Wie war das bei euch? Hattet ihr auch ein paar Sorgen in der Schwangerschaft, die euch unnötig Stress ausgesetzt haben?


Liebe Grüße




PS: Wir bekommen wahrscheinlich im Februar einen Jungen :-). Ganz festlegen - aber das sollte man ja nie - wollte sich meine Ärztin aber noch nicht, da es ja noch angeschwollen sein kann. Hätte ich ja nicht gedacht: Aber ich habe jetzt schon öfter gelesen, dass auch Mädchen oft als Junge gehalten werden - sogar noch bis zur Geburt! Dachte, dass es so rum den Fall eigentlich nicht (so oft) gibt :-)